„Black Sea“ – der U-Boot Film (gesneaked)

Black Sea

Regie: Kevin Macdonald
Darsteller: Jude Law und Scoot McNairy
Genre: Thriller, Abenteuerfilm

That Awkward Moment …

Du besprichst mit einer Freundin, welche Filme die nächsten Wochen noch interessant sind und bist einstimmig der Meinung, dass „Black Sea“ (der U-Boot-Film) auf gar keinen Fall in Frage kommt.
Du lässt dich breitschlagen für die Sneak Preview und bist einstimmig der Meinung: „Hoffentlich kommt nicht der ‚U-Boot-Film'“.

Du sitzt in der Sneak, die Werbung ist vorbei und es kommt: „Der U-Boot-Film“. Moment! Jude Law … ach nein .. der Jude Law-Film ist „der U-Boot-Film“.

Es hätte uns eventuell aber auch schlechter treffen können wie mit Filmen wie „Da muss Mann durch“ oder „Die Fünf Freunde 4„, wobei ich doch noch grüble, ob mir die fünf Freunde nicht eher zugesagt hätten als „Der U-Boot-Film“.

Black Sea“ , also was kann der?
Im Grunde kann der vor allem eines und zwar mit seinem Hauptdarsteller glänzen. Jude Law (Anna Karenina) kann tatsächlich alles spielen. Er glänzt in der Rolle des raubeinigen Kapitäns ebenso wie als Charmeur in einer RomCom oder als britischer Gentlemen in „Sherlock Holmes„.
Außerdem wertet der sympathische Grigoriy Dobrygin (A Most Wanted Man) den Film etwas auf und auch die Kameraeinstellungen von Christopher Ross (Eden Lake) können sich sehen lassen.
Leider ist das aber auch schobn alles, was dem Film zugute kommt, denn was wirklich schlimm ist, ist das Drehbuch und vor allem der Schnitt.
Der Plot bietet an sich im Grunde nichts neues, viel zu vorhersehbar dümpelt „Black Sea“ so vor sich hin und lässt bedauerlicherweise auch nur wenig Spannung zu. Absolutes „no see anymore“ sind die rückblickenden Erinnerungsszenen Captain Robinsons (Jude Law), die wie immer mit Frau und Kind am Strand stattfinden und du als Zuschauer denkst dir dabei nur „ach toll, damals war noch alles schön, der schöne Tag am Strand, weist du noch?“ Immer der gleiche Senf, die alte Leier und immer die gleiche nervige Ehefrau, die ihren Ehemann nicht zu schätzen weis/wusste.
Außerdem liefert uns Dennis Kelly (offenbar seine erste Drehbucharbeit) wieder nur die gleichen stereotypischen Charaktere, Männer die raubeinig sind, Sensibelchen, Psychopathen und Machtbesessene. Die Geldgier ist hier wieder hoch im Kurs und weil das noch nicht genug ist, ist der Plot auch noch mit reichlich unlogischem Zeug zugemüllt. Vielleicht erblickt sich aber auch keine so große Logik aus manchen Szenen, weil der Schnitt so merkwürdig ist. In der einen Szene diskutieren die Männer noch fleißig, ob sie das Gold, das sie aus dem Nazi U-Boot bergen wollten, an Bord holen können, wie die Chancen dazu stehen, das eigene – nun kaputte U-Boot – dorthin zu bewegen usw.
Plötzlich – Schnitt – und das Gold ist im Boot. Merkwürdig nicht? Entweder fielen wir hier einem schlechten Cutter zum Opfer oder der Film wurde im Kino geschnitten.
Die schlimmsten Szenen jedoch waren die, als die Männer anfingen sich dauerzustreiten. Hühnergezicke, das nicht einmal bei Frauen so anstrengend ist.

Black Sea“ , nichts was wir nicht aus „Das Boot“ oder „U-571“ kennen und obendrein noch sehr ermüdend und langweilig. Ich war so müde, warum bin ich denn nicht eingeschlafen?

©Film4

4 Gedanken zu “„Black Sea“ – der U-Boot Film (gesneaked)

schreib was, ich beiße nicht ;)

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