Penelope

Penelope„, traumhaftes, modernes Märchen, das man unmöglich NICHT lieben kann.

Penelope

REGIE: Mark Palansky
DARSTELLER: Christina Ricci, James McAvoy, Catherine O’Hara und Reese Witherspoon
GENRE: KoMödie

Penelope Wilhern stammt aus einer adeligen Familie und ist verflucht. Sie wurde mit einer Schweinenase geboren und nur jemand von ihrem Blut, kann diesen Fluch brechen. Ihre Eltern hielten sie jahrelang im Haus versteckt, um sie von den Blicken der anderen und vor allem von Reportern zu schützen. Nun wird es aber an der Zeit, einen geeigneten Mann für sie zu finden, um den Fluch aufzuheben. Leider ist das einfacher gesagt als getan, denn die Bewerber stürzen sich lieber freiwillig aus dem Fenster, sobald sie Penelopes Gesicht gesehen haben, als das Mädchen mit Schweinsnase zur Frau zu nehmen.

Seit ich diesen Film damals zum Schnäppchenpreis im Internet ergattert hatte, werde ich niemals mehr müde, ihn zu empfehlen. Ich pflege oft zu sagen, wer „Die fabelhafte Welt der Amélie“ liebt, der liebt auch „Penelope„. Also Fabel würde ich ihn nicht empfehlen, aber alle anderen dürfen gerne die Augen auf machen, die Lauscher aufsperren und gut aufpassen.

Penelope“ wirkt von Außen wie „Beauty and the Beast“ mal anders herum, nur steckt in der Story noch viel mehr. Leslie Caveny, der das Drehbuch schrieb, will hier vor allem vermitteln, dass man sich vor allem immer selbst treu sein muss, selbst wenn man äußerliche Makel besitzt. Liebe dich selbst, vor allem in Momenten, in denen es andere nicht tun.
Außerdem zeigt uns Caveny auch, wie oberflächlich und intolerant unsere Gesellschaft ist. Schönheit steht immer ganz oben, bist du hässlich, dick oder benimmst dich anders als alle anderen, wirst du ausgegrenzt. Du musst versteckt werden in einem Zimmer, weil sonst alle schreiend vor dir davon laufen und sich deine Eltern für dich schämen.
Penelope“ ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern erzählt auch über die wichtigen Passagen in einer Freundschaft, zeigt uns die intolerante Gesellschaft, pickt aber auch die heraus, die offen für die Welt sind.
Mark Palansky (The Amityville Horror) erschuf in „Penelope“ eine wundervolle Welt, die so vielschichtig, grotesk und auch zauberhaft bunt und skurril scheint. Die Szenenbilder untermalen den Inhalt perfekt und Rücken die Darsteller ins richtige Licht. Penelopes fantasievoll gestaltetes Zimmer harmoniert gekonnt mit ihrem Kleidungsstil und spiegelt ihren warmen und herzlichen Charakter wider.
Im Kontrast dazu sehen wir Max’ Welt, der ein Spieler ist. Die Hallen in der er sich bewegt, sind düster, sein Kleidungsstil ist runtergekommen und ebenfalls in dunklen Tönen gehalten.
Palansky (The Island) vermischt die Welten der beiden perfekt und lässt ihnen auch genug Raum, sich zu entfalten. „Penelope“ ist keine 0/8/15-Story, die schnell erzählt ist und von zwei Liebenden handelt, die sich nach den ersten drei Sekunden schon unsterblich verliebt haben. Hier haben die Protagonisten Zeit, sie unterhalten sich und lernen sich kennen.
Mit Christina Ricci (Black Snake Moan) und James McAvoy (Trance) fand Palansky genau das richtige Paar. Die Chemie stimmt, man kann die Funken schier spüren.
Dazu schenkte uns Joby Talbot (Closed Circuit) zauberhafte Musik, die zum Träumen einlädt und an der man sich gar nicht mehr satt hören möchte.

Penelope„, ich liebe dich! Ich kann nie genug bekommen, von deinem Zauber, deiner Nase, deinem Gemüt, deiner Musik und deiner Optik. Lieblingsfilm durch und durch!

 ©Stone Village Prods


Weitere Beiträge zum Film: Aktion Lieblingsszene: Klappe .. und Action – ACHTUNG SPOILER!

11 Gedanken zu “Penelope

  1. singendelehrerin schreibt:

    Ah, schön, dass du so begeistert über „Penelope“ schreibst! Der Film ist einfach sooo schön! 🙂 ich hatte ihn mir ja nur gekauft, weil ich alle Filme mit James McAvoy sehen wollte, und dann hat er mich richtig verzaubert… ❤

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    • ginadieuarmstark schreibt:

      Ja, ich liebe diesen Film *.*
      Damals hatte ich noch Teeniezeitschriften gelesen und da war eine Vorschau des Filmes drin. Die Story an sich gefiel mir und ich wollte ihn unbedingt sehen. Den James hatte ich zu der Zeit noch gar nicht richtig wahr genommen, aber irgendwann verzauberte er mich mit der Rolle des Tom Lefroy in „Becoming Jane“. „Penelope“ fand ich als Schnäppchen damals im Internt und dachte mir „den wollte ich doch schon lange mal sehen“. Dann habe ich ihn gekauft und war auch total hin und weg. Und James ist traumhaft^^
      Schaue ich mir immer wieder an und nur im O-Ton 😀

      Meine Schwester mal, als ich „Starter for 10“ in den Player schmiss. Da ich den Film das erste Mal sah, hatte ich den Untertitel mitlaufen und meine Schwester dann „wieso schaus du den Film mit …“ – James kam ins Bild – „.. ah ja, alles klar.“ 😀

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      • singendelehrerin schreibt:

        Ich habe ja „Penelope“, „Becoming Jane“ (ja, da ist er auch absolut hinreißend!) und „Starter for 10“ erst gesehen, nachdem ich James schon verfallen war. 😉 Ich mochte ihn vorher schon in „Last King of Scotland“ und „Wanted“, und auch in „X-Men: First Class“. Aber dann kam „Filth“ (Drecksau) in der Sneak Preview – und ich war vor seiner Performance sowas von begeistert (auch wenn das wohl der unsympathischste Charakter ist, den er je gespielt hat), dass ich den nächsten X-Men-Film kaum erwarten konnte. Seitdem bin ich ihm mit Haut und Haaren verfallen! 😀

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      • ginadieuarmstark schreibt:

        Ich mocht ihn damals in „Wanted“ überhaupt nicht. Den armen Kerl hab ich noch wegen seinem Gesichtsausdruck und alles verhämt. 😦

        Und keine Ahnung wie ich zu dem Film kam, ich sah „Becoming Jane“ und es war um mich geschehen. Ich weis nicht mehr ob ich „The Last King of Scotland“ davor oder danach sah. Danach auf jeden Fall irgendwann noch einmal. „Starter for 10“ fiel mir mal in der Bibliothek in die Hände und ich fand es ganz klasse, dass Benedict Cumberbatch auch dabei war.
        Als „Welcome to the Punch“ besprochen wurde, hatte ich irgendwo gelesen, dass Ben und James in diesem Film zusammen spielen würden und ich sagte zu meiner Schwester „guck mal der Sherlock-Darsteller und James McAvoy sollen in einem Film spielen! Ist das nicht toll?“ Später fiel mir auf, dass die beiden schon öfter zusammen gespielt hatten. Unter anderem in „Atonement“ 😀

        Als der X-Men raus kam war ich schon längst hin und weg. Deswegen bin ich ins Kino gerannt 😀 Ich freue mich schon auf Teil 3.
        „Filth“ hat er verdammt gut gespielt und irgendwie war er nicht sehr unsympathisch. Ich hatte Mitleid mit ihm, ich konnte ihn nicht nicht mögen 😦

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      • singendelehrerin schreibt:

        Naja, ich hatte schon auch Mitleid mit ihm (in „Filth“), aber er war ja schon auch ein ziemliches A-loch, so wie er mit seinem besten Freund umgegangen ist usw. Oder ganz übel die Szene, wo er das minderjährige Mädel dazu bringt, ihm einen zu blasen, noch dazu als Cop. Nee, das finde ich schon verabscheuungswürdig.

        „Atonement“ ist sicher mit der beste Film mit James. So unendlich traurig.

        Wie findest du den „Welcome to the Punch“? Das ist m. E. der schwächste Film mit James. Ich fand den richtig langweilig – trotz der Action und dem tollen Gegenspieler Mark Strong. (Ach, ich kann’s manchmal gar nicht glauben, dass ich beide erst vor kurzem getroffen habe…)

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      • ginadieuarmstark schreibt:

        Da hast du schon recht, er war wirklich ein Arschloch. Die Auflösung dazu fand ich ziemlich deprimierend und tragisch.

        „Atonement“ ist der Film mit dem ich eine Hassliebe führe. Einerseits liebe ich den Cast, andererseit kann ich mit Joe Wrights Arbeiten einfach nichts anfangen. Die langweilen mich und ich habe es wirklich versucht. Der Film hat 3 Chancen oder waren es 4 bekommen. Habe dazu auch hier auf dem Blog eine Kritik geschrieben, wenn es dich interessiert.

        „Welcome to the Punch“ hat mir dagegen besser gefallen, zumindest habe ich ihn als „Sehenswert“ eingestuft. Das Ende fand ich ziemlich spannend.

        Mark Strong hast du auch getroffen? Verdammt du Glückspilz ;D

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