Fragen ohne Antwort #33

1. Sagt ein Bild mehr als tausend Worte? Oder ist ein Wort mehr wert als tausend Bilder?
Ich schätze es kommt auf das Wort an, wenn es genau das ist, was der andere gerade hören muss, damit es ihm besser geht, ist das mehr wert als tausend Bilder. Meistens denke ich aber, dass ersteres eher zutrifft.

2. Können Objekte eine Seele besitzen?
Ja, wenn man ihm eine gibt.

3. Können wir sogar zu Hause heimatlos sein?
Ja.

4. Warum leben wir trotz enormen wissenschaftlichem Fortschritt während der vergangenen 100 Jahre noch immer in Räumen, die strukturell jenen um 10.000 v. Chr. ähneln?
Weil der Mensch sich nicht verändert, außer er tut es bewusst. Leider tun das aber die wenigsten, deswegen halten wir an alten Gewohnheiten fest, weil wir zu faul sind, ihnen entgegen zu wirken.

5. Warum wollen wir leise Architektur und laute Musik?
Was genau soll leise Architektur sein? Musik ist Balsam für meine Seele, also kann sie nicht laut genug sein. Leise Architektur, keine ahnung ich kann damit nichts anfangen, vielleicht wollen wir deswegen eher laute Musik.

6. Warum ist Architektur die letzte Bastion der Macht?
Immobilien sind die heutigen Geldanlagen, wer welche hat, hat Geld, wer Geld hat, hat Macht. Keiner will sie teilen, also werden Barrieren gebaut, die die Macht beherbergen, stützen und schützen.

7. Können wir gute Architektur und gutes Design schaffen, obwohl wir wissen, dass 90 Prozent der Weltbevölkerung keine eigenen Häuser besitzen?
Das muss man erst mal definieren, über Geschmack kann man nicht streiten, also was ist gutes Design und was nicht? Abgesehen davon interessiert es den Designer oder Architekten glaube ich meistens nicht, ob es sinnvoll ist oder nicht. Außerdem wenn man will, kann man immer!

8. Warum werden Lücken immer größer, wenn wir versuchen sie zu füllen?
Weil man Dinge, Menschen, Tiere, was auch immer einfach nicht ersetzen kann. Die Lücke wird bleiben, selbst wenn etwas neues da ist. Es ist einfach nicht das Gleiche. Man klammert einfach und lässt sich auf das Neue nicht wirklich ein.

9. Bauen wir gerade am Turm zu Babel, oder vernichten wir seine Spuren?
Wir haben nie aufgehört am Turm zu Babel zu bauen, das ist ja schon immer das Problem.

10. Weshalb lieben wir Gewohnheiten und hassen Unregelmäßigkeiten?
Weil es bequemer ist.

11. Warum ziehen wir Sicherheit der Unsicherheit vor?
Weil das andere einfach ein besseres Gefühl ist, außerdem geht man oftmals selten Risiken ein.

12. Warum wird die Zerbrechlichkeit des Lebens durch Stereotypen und Mythen von der Beständigkeit überdeckt?
Keine Ahnung ist das so?

13. Wieso glauben wir, dass die Benutzung von Technik Zeit spart, obwohl sie oft Zeit kostet?
Keine Ahnung, weil die Technik uns das Denken abnimmt und wir meinen deswegen Zeit zu sparen, weil WIR nicht denken müssen?

14. Warum entwerten wir unser Vokabular, indem wir das Wort „Schönheit“ auf Schnickschnack anwenden und das Wort „Entdeckung“, wenn wir von Restaurants sprechen?
Tun wir das? Ich tus nicht.

15. Warum fürchten wir den Tod heute mehr als in früheren Zeitaltern?
Keine Ahnung, tun wir das? Ich kann nicht für Menschen aus früheren Zeitaltern sprechen, die sind mir nicht begegnet und waren auch nicht in einer meiner Therapiesitzungen. Abgesehen davon müsste ich Therapeutin sein. Ich vermute nur, dass wir den Tod fürchten, weil wir nicht wissen, was danach kommt. Vielleicht hatten die Menschen in der früheren Zeit eben keine Angst, weil sie dachten sie kommen zu Gott, also war es mehr oder weniger vorgeschrieben. Heute gibt es zu viele Menschen, die daran nicht mehr glauben.

16. In wievielen Dimensionen leben wir: einer, zwei, drei, vier …?
In unendlich Vielen.

17. Wird in Zukunft jeder ein Künstler sein, so dass Kunst verschwindet?
Nein.

18. Warum lieben wir Chaos und Trümmer in der Kunst, stellen die aber gern in cleanen, weißen Würfeln aus?
Keine Ahnung, tun wir das? Ich tus nicht.

19. Warum ist es möglich, radikale, wissenschaftliche Neuerungen durchzusetzen, jedoch unmöglich, die Form von Betten zu ändern?
Vielleicht weil man in allem immer was besseres und neues will, nur nicht im gewohnten. Das Bett ist heilig, wie soll das auch anders aussehen, entschuldigen Sie mal …

20. Warum bauen unsere Gedanken noch immer auf denen von Menschen auf, die schon sehr lange tot sind?
Weil der Mensch offensichtlich faul ist und nichts ändern will. Herrgott keine Ahnung TUN WIR DAS? ICH tus nicht!


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©VOGUE GERMANY – FRAGEN VON Daniel Libeskind
Studio Libeskind

3 Gedanken zu “Fragen ohne Antwort #33

  1. Wortman schreibt:

    Wenn ich sehe, was derzeit an Schuhkartonbauten hochgezogen wird, frage ich mich ernsthaft, wo brauchbare und „schöne“ Architektur hin gekommen ist. Hat die jemand vergraben?

    Tun wir das? Wäre wohl auch bei mir die meist genannte Antwort. 😀

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    • ginadieuarmstark schreibt:

      ja … so was Ähnliches dachte ich mir auch …

      Die Fragen waren doof, vor allem waren die Meisten keine Fragen sondern Unterstellungen. Noch dazu .. woher soll ich wissen, was die anderen denken?

      Nächste Woche gibt es wieder meine eigenen Fragen 😀

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      • Wortman schreibt:

        Unterstellungen passen besser. so nach dem mottot, schauen wir mal, wie sich jeder heraus redet 😉 oder hinein… 🙂
        Vielleicht war das ein Test für angehende Versuchspsychologen? 😀

        Dann bin ich mal auf nächste Woche gespannt.

        Gefällt 1 Person

schreib was, ich beiße nicht ;)

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