OUT AND ABOUT: LONDON DIARY – DAY THREE

London Diary 3

Mittwoch, 30. Dezember 2015, die Nacht war um 6.30 Uhr schon wieder um und die Sonne war noch nicht einmal aufgegangen. Das hielt uns aber nicht davon ab, uns salonfähig zu machen und gut gelaunt zum Frühstück zu gehen. 
Anschließend und mit vollem Magen machten wir uns auch gleich auf zur U-Bahn-Station „Westminster„, denn heute sollte die Westminster Abbey von uns besichtigt werden. Nachdem ich am Vortag noch in den Plan geguckt hatte und meinte: „Wo ist denn der Big Ben, muss doch da irgendwo an der Themse stehen …“, war es eine große Überraschung, als wir die U-Bahn Stufen hinaufstiegen und Franzi zu mir sagte: „Guck, was ich gefunden habe!“

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Die Westminster Abbey eröffnet ihre Tore erst um 9:30 Uhr und wir waren schon um 8.45 Uhr dort. Also mussten wir noch ein bisschen Zeit tot schlagen, was gar kein Problem war, denn wir haben die Gegend ein bisschen erkundet und Fotos geschossen. Am Parliament Square konnte man zum Beispiel viele Statuen der wichtigsten Männer des britischen Parliaments ansehen.

Außerdem gibt es dort natürlich auch den Palace of Westminster, den man leider nicht besichtigen kann. Lustig, Am Zaun draußen steht, dass wen man hier reinsteigen würde, man sich eines Verbrechens schuldig mache. 😀

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Und dort gibt es auch ein Queen Elizabeth II Centre, eine Statue von Richard Löwenherz und natürlich konnte man das berühmte London Eye sehen.

So um kurz nach neun beschlossen wir uns dann doch mal anzustellen, da schon einige Leute kamen. Diesmal hatten wir keine Karten im Internet gekauft, weil Franzis Dad meinte, bei Kirchen steht man nicht so lange an. Stimmte ja auch, denn wir mussten ja nur eine halbe Stunde warten, weil die Öffnungszeiten es nicht anders zuließen. Wir tauschten also 20 Pfund gegen eine Eintrittskarte, ließen tief in unsere Taschen blicken (Kontrolle überall, wegen Terror usw.) und schon standen wir drin, in der Westminster Abbey. Fotos machen war leider nicht erlaubt, dafür habe ich einige Außenaufnahmen gemacht.
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In der Westminster Abbey werden nicht nur seit Jahrhunderten die Monarchen gekröhnt, sondern dient auch als Grabstätte dieser und unter anderem auch von hohen Gelehrten, Priestern und Dichtern.  Prince William ehelichte dort am 29. April 2011 Kate Middleton, wo auch seine Mutter Diana mit seinem Vater Charles verheiratet wurde. In der Kirche befindet sich auch der Krönungsstuhl, den nach Elizabeths Tod, Charles als nächstes besteigen wird, um die königlichen Kronjuwelen zu empfangen. Hoffentlich macht der Stuhl das noch lange mit, denn auf ihm nehmen schon seit 1308 die Monarchen des englischen Königshauses Platz und sein Alter merkt man ihm auch an, denn er ist mittlerweile ziemlich morsch. Durfte man leider auch nicht fotografieren, wäre auch doof gewesen, denn das gute Stück, das von König Eduard in Auftrag gegeben wurde, steht hinter Glas. Das hätte nur gespiegelt. Man kann sich aber hier ein Bild davon machen und auch seine Geschichte nachlesen.

Nach der Besichtigung der Westminster Abbey, beschlossen wir das Garden Museum aufzusuchen, das uns der Reiseführer, den mir meine beste Freundin Julia zum Geburtstag geschenkt hatte, empfohlen hatte. Also überquerten wir  mit Mühe – es war unglaublich stürmisch und regnerisch – die Westminster Bridge und gingen dann erst einmal ein bisschen an der Themse spazieren, in Richtung Garden Museum. Leider hatte das Museum wegen umbauten geschlossen, aber wir haben außen trotzdem ein paar schöne Dinge entdeckt.

Franzi hatte gelesen, dass es am Trafalgar Square immer diverse Künstler gäbe, die dort ihre Kunst vorführen, also machten wir spontan kehrt und gingen wieder zurück zur Westminster Abbey. Dort auf der anderen Seite der Themse, fanden wir einen kleinen Park, mit dem Denkmal der Bürger von Calais, von denen sich damals, als die Stadt eingenommen wurde, sechs der angesehendsten Männer der Stadt, freiwillig als Sklaven anboten, um Calais davor zu bewahren, komplett ausgeplündert und zerstört zu werden.

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Die Bürger von Calais

Zurück an der U-Bahn Station „Westminster„, nahmen wir die nächste Bahn und waren schwupps am Trafalgar Square, wo tatsächlich einige Künster etwas boten. Ein schwebender Yoda wollte ein Foto mit mir machen, aber ich wollte kein Foto mit Yoda machen, also ließ ich ihn stehen 😛

Die Künstler hatten immer jemanden dabei, der deren Namen, Herkunft und evtl. auch Facebook-Seite auf den Asphalt schrieb, damit man Infos über die Künstler habe. Zufälligerweise fand dort eine Veranstaltung statt, bei der ein paar Trompeter und Fahnenschwinger ihr Bestes gaben. Der Transformer, die Alice aus dem Wunderland und der Hutmacher auf Stelzen machten ordentlich Werbung für die Neujahrsparade, auf der wir die drei dann auch wieder trafen. Mehr dazu gibt es ein paar Tage später.

Nachdem die Show vorbei war, setzten wir uns in einen der Doppeldeckerbusse um nach Waterloo zu fahren. Im Reiseführer stand ein Laden, den wir unbedingt aufsuchen wollten, leider aber niemals fanden. Franzi nennt das, das Waterloo-Abenteuer, wir liefen etwas verplant durch die Gegend, machten dabei aber die Entdeckung der Millenium-Brücke, die so „leicht“ ist, dass keine Autos drüber fahren, sondern nur Menschen passieren dürfen, sonst würde sie brechen. Witzigerweise kamen wir direkt zur St. Pauls Cathedral. Kurz überlegten wir, ob wir diese gleich besichtigen wollten, allerdings war es bereits kurz nach 16.00 Uhr und die Kathedrale würde um 17.00 Uhr schließen. Das hätte sich nicht mehr gelohnt. Stattdessen gingen wir in einen Pub und bestellten uns traditionelles Fish and Chips zum Mitnehmen. Immerhin wollten wir das mal probieren, man sagt ja, die Engländer hätten einen merkwürdigen Geschmack. Das Essen war gut, schmeckte genau wie bei Nordsee zu Hause und war somit gar nicht exotisch.

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Fish and Chips!

Franzi war so glorreich! Wir bekamen jeder eine Plastikgabel und ein Plastikmesser dazu und sie meinte: „So, das nehmen wir jetzt mit, machen es sauber und dann haben wir besteck!“
Ich: „Franzi, du bist so genial! Ich hätte das jetzt weggeschmissen und im Hotel hätte ich dann gesagt, warum haben wir das nicht behalten?“
Gegessen haben wir auf einer Bank direkt neben der St. Pauls. Es war traumhaft schön dort.

Rasch war es auch schon wieder dunkel und wir machten uns auf den Weg zurück ins Hotel. Unterwegs zur nächsten U-Bahn Station sah ich noch dieses coole Theater!

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Das war Tag drei, bald folgt Tag 4! Da haben wir Madame Tussauds einen Besuch abgestattet, waren im Sherlock Holmes Museum und ich war im 7ten Himmel und konnte ihn nicht genießen, weil ich übel schlechte Laune hatte 😦


Bilder Copyright ©Gina Dieu Armstark – Passion of Arts

23 Gedanken zu “OUT AND ABOUT: LONDON DIARY – DAY THREE

  1. Nummer Neun schreibt:

    Ihr wart aber auch echte Frühaufsteher 🙂

    Von Westminster Abbey war ich damals ziemlich positiv überrascht, hätte nicht gedacht, dass mir das so gefällt. Aber gut, für die 20 Pfund sollte man schon was erwarten können!

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    • ginadieuarmstark schreibt:

      Jaa ;D Immer irgendwie im Urlaub. In Tunesien sind wir auch um 7.00 Uhr aufgestanden und erst mal Bahnen geschwommen. Werde ich dieses Jahr in Rhodos auch so machen 😀

      Hier gab es aber auch schon um 7 Frühstück und als wir mal später dran waren, war uns das zu viel HIn und Her mit den ganzen Leuten.
      Wir wollten auch immer recht früh bei den Attraktionen sein, sonst hätten wir so lange angestanden.

      Die Abbey hat mich auch sehr beeindruckt. Das konnte nur die Mosaik-Decke der St. Pauls noch toppen!

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  2. singendelehrerin schreibt:

    Ich bin ja nicht bereit, für eine Kirche 20 Pfund Eintritt zu zahlen (und dann darf man nicht mal fotografieren), weswegen ich in den großen Kirchen seit meiner Klassenfahrt in der 12. Klasse nicht mehr in Westminster Abbey war. Das widerstrebt meinem Sinn für das, wofür eine Kirche da ist.

    Der Yoda war das letzte Mal, als ich in London war, auch da! 🙂 Ist schon nicht schlecht gemacht…

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    • ginadieuarmstark schreibt:

      Fand das auch ein bisschen unverschämt und ich bin ja jemand, der zum Gedenken anderer immer eine Kerze in einer Kirche anzündet. In der St. Pauls wollten die dafür noch 0,30 Pfund haben. Pff … die Kirchen schieben schon seit Jahren zu viel Geld ein.

      Ich habe aber festgestellt, dass die Londoner aus allem Geld rausschlagen, wo sie können 😛

      Wir hatten bei uns in der Stadt auch mal einen goldenen Mann, der geschwebt hat. Ich dachte das liegt an dem Stab, aber der hat den tatsächlich mal losgelassen o.O Dann dachte ich, der steht auf einem magischen Würfel .. nein, da hat einer unten drunter gelangt … verrückt!

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