Fragen ohne Antwort #76

Die neue Ausgabe der Vogue ist da und schon geht es in die nächste Runde mit „Fragen ohne Antwort„. Stellen Sie sich wieder der Herausforderung, mit den Fragen der beiden Möbeldesigner Edward Barber & Jay Osgerby.

Vogue 76

Wer würde Sie in der Verfilmung Ihres Lebens spielen? ©Screen Australia – Alicia Vikander in „Son of A Gun“

Was bewirkt, dass Sie sich zu Hause fühlen?
Das weiß ich ehrlich gesagt nicht so genau. In meiner Kindheit sind wir ja viel umgezogen und tatsächlich habe ich mit einem Ort sogar so etwas wie Nostalgieverbundenheit. Ich habe auch nie wirklich in Baden-Württemberg gelebt, aber dort bin ich geboren und wenn ich dort hinfahren ist das wie „nach Hause“ fahren. Nun waren wir mal wieder umgezogen und in einem kleinen niederbayerischen Dörflein hatten wir klasse Nachbarn, die schon ihr Eigenheim gebaut hatten und das Haus ist so im bayrischen, ländlichen Stil, für mich eines der absoluten Traumhäuser. Einige Jahre später zogen wir wieder um, wieder in ein anderes Haus und später dann schon wieder, aber diesmal hatten wir ein altes Häusle ergattert, das gerade renoviert worden war und den Stil dieses Häuschen unserer Nachbarn hatten. Ich liebte es dort, dort verbrachte ich dann meine Kindheit und Jugend. Leider mussten wir ausziehen (nach 10 Jahren) weil das Haus verkauft wurde und diese Eigenbedarf anmeldeten.
Wir zogen also um, aus finanziellen Gründen diesmal in eine Kellerwohnung und es war … „eng„. Außerdem war überall Schimmel. Wieder umgezogen und ich fühlte mich nicht zu Hause. Dann zog mein Dad zu seiner neuen/altenFlamme (hatten sich wieder gefunden) und meine Schwester und ich waren allein. War cool, wir waren ja alt genug,. Aber die Wohnung in der wir wohnten war nicht zahlbar, denn die Elektroheizung fraß eine Menge Strom. Also wieder auf Wohnungssuche. Wir haben ALLES gesehen, wir waren sogar im – wie wir es nennen – Ghetto, es fehlten noch die Einschusslöcher an der Haustür, aber von der war sowieso nicht viel übrig. Ich sagte zu meiner Schwester „Wir müssen jetzt nach Wohnungen mit Provision sehen, denn sonst kriegen wir nie eine und was anderes ist nicht mehr da!“ 
Die erste Wohnung, die wir besichtigten war ein Traum. 100 m², zwei Bäder, riesen Garten, tolle Lage (wir wollten in eine ruhige Gegend, weil wir Katzen haben und meine alle an der Hauptstraße überfahren worden waren 😥 ) und als ich zum angucken rein kam, fühlte ich mich sofort wie zu Hause. Ich war es einfach, hätte mich sofort ins Wohnzimmer setzen können und hätte mich wohl gefühlt. Es ist also mehr ein Gefühl. Es fühlte sich an wie damals in dem schönen Haus, wo der Abschied so schwer fiel. Meine Schwester und ich sagten: „Die Wohnung ist so der Wahnsinn, die kriegen wir NIE!“ 
Wir leben jetzt 4 Jahre dort und ich bin immer noch zu Hause!

Sorry ist etwas lang geworden, aber ab und zu muss man mal ausschweifen 🙂 Passiert euch ja auch manchmal^^

Opfern Sie manchmal Komfort für Schönheit?
Nein, meine Gesundheit ist mir wichtig, wenn ich mich zum Beispiel auf einen Stuhl setze, muss der meinem Rücken gut tun, da kann er noch so schön sein.

Welches Lieblingsobjekt halten Sie gern in der Hand?
Einen Stift. Der ist zwar nicht mein Lieblingsobjekt, aber jeder Stift bekommt diesen Titel, weil ich unheimlich gerne schreibe und jeder Stift in meiner Hand gibt mir die Möglichkeit diese wunderbare Beschäftigung auszuüben.

Definieren Sie sich über Ihren Beruf, darüber, was Sie tun?
Nein, ich definiere mich über mich selbst! Ich bin wie ich bin und das geht nicht über meinen Beruf. Höchstens vielleicht über mein Hobby, das Schreiben. Ist ja leider „noch nicht“ mein Beruf, aber ich arbeite daran 🙂

Das Schönste Gebäude, das Sie jemals betraten?
Ich habe ja schon viel gesehen und viele Gebäude bestaunt, da ich ja ein absoluter Architekturjunkie bin. Aber wirklich beeindruckt hat mich die „St. Pauls Cathedral“ in London. Diese tollen, goldenen Mosaikbilder an der Decke waren so fantastisch, ein Wunder, dass ich keinen steifen Nacken bekam vom dauernden nach oben gucken.

Man durfte leider keine Aufnahmen in der Kirche machen, aber hier kann man einen kleinen Einblick gewinnen. (Bilder Copyright: Passion of Arts)

Erfüllt der Anblick des Meeres Sie mit Panik oder mit tiefer Ruhe?
Mit tiefer Ruhe. Warum sollte ich denn Panik davor bekommen? o.O

Haben Einrichtungsgegenstände aus Plastik einen Platz in Ihrer Wohnung?
Ich habe kurz überlegt, geschaut und festgestellt: Nein. Gibt sowieso überall zu viel Plastik!

Was zu verlieren wäre unerträglich?
Jemanden den ich liebe.

Wie lange nach dem Aufwachen können Sie sich noch an Ihre Träume erinnern?
Das kommt ganz auf den Traum an. Manchmal sind es nur ein paar Sekunden, manche Träume können mir sogar noch ein paar Tage oder sogar Jahren im Gedächtnis bleiben.

Welcher Geruch erinnert Sie an Ihre Kindheit?
Der Geruch einer Sommerwiese.

Welches Geräusch erinnert Sie an Sommer?
Das Platschen eines Springers ins Wasser. Da denke ich immer sofort an Freibad.

Inspiriert Sie Unordnung? Oder lenkt sie eher ab?
Unordnung inspiriert mich absolut nicht! Wenn es bei mir mal unordentlich wird und ich keine Zeit habe aufzuräumen, stresst mich das manchmal sogar. Ich fühle mich innerlich dann auch unaufgeräumt und dann blockt auch die ganze Kreativität.

Welche Landschaft macht Sie am glücklichsten?
Die eines schönen Gartens, eines ruhigen Spazierweges oder der Strand ❤

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©Passion of Arts

Welche Farbe drückt am besten Ihr Wesen aus?
Gute Frage, nächste Frage. Gold? Ich bin einzigartig, wundervoll, liebenswert, besonders und edel.

Handwerk oder Ingenieurskunst?
Handwerk. Ich hab zwar zwei linke Hände, aber ich habe ein Faible für Menschen, die mit ihren Händen wunderbares schaffen können. Das fasziniert mich durch und durch.

Road-Trip oder Space-Trip?
Das ist mal wieder als hätte ich die Wahl zwischen Pest und Cholera. Aber man muss ja positiv denken, es könnte auch schlimmer sein. Ein U-Boot-Trip zum Beispiel. Also nehme ich den Road-Trip, da kann man möglicherweise noch Spaß haben, solange er nicht in einem Camper stattfindet! In ein Raumschiff kriegt mich kein Mensch!

Ein Geheimnis, das Sie besser verraten hätten?
Fällt mir jetzt keines ein. Ich bin ein guter Geheimnisträger, ich kann mir nämlich seit meinem schweren Zusammenbruch eh nichts mehr merken.

In welches Möbelstück haben Sie sich zuletzt verliebt?
In die beiden Sofas und den passenden Sessel dazu für unser Wohnzimmer.

In der Verfilmung Ihres Lebens sollte wer die Hauptrolle übernehmen?
Die Frage hatten wir schon einmal, da hatte ich Shailene Woodley genannt. Ich könnte mir aber auch Alicia Vikander, Lily James oder Emilia Clarke gut vorstellen.

Me in Movies

Sehnen Sie sich nach der Zeit vor der Erfindung des Smartphones zurück?
In letzter Zeit schon, ich bin gerade ziemlich Smartphone gestresst, keine 5 Sekunden Ruhe ohne dass das Ding vibriert, blinkt oder Töne von sich gibt. An manchen Tagen lass ich es einfach irgendwo liegen und gehe in einen anderen Raum!

Was ist Ihre größte Stärke?
Mein Charme 🙂

Was hätten Sie gern erfunden?
Wenn ich es wüsste, hätte ich es schon erfunden. Ah Moment .. die Uhr, die genau wie für mich gemacht ist, integriert als Armreif. Ich weiß nur nicht wo man sowas herstellen kann und was das kostet. Müsste erstmal eine Skizze davon fertigen.

Was würde Ihre Lebensqualität am meisten verbessern?
Wenn ich das jetzt wüsste, könnte ich schon damit anfangen. Positives Denken hat meine Lebensqualität ja schon massiv verbessert, ich suche nur gerade nach dem „Kick“, der mich in die Richtung wirft, in der ich mein Leben haben will. Ich weiß eben was ich will, im Moment nur nicht genau, wie ich da hinkomme. Ich probiere aus und mache mich im Moment schlau. Irgendwo ist immer der Anfang.

Worauf freuen Sie sich, wenn Sie einen Langstreckenflug antreten?
Auf die Aussicht! Und die Ruhe, einfach den Gedanken nachzuhängen und schon vom Ziel träumen.

Wo sehen Sie sich alt werden?
In meinem schönen Haus unter meinen besten Freunden. Vielleicht mit brunchen auf meiner Terrasse mit Blick auf den Pool.

Was wäre am schwersten aufzugeben?
Das Schreiben. Wenn ich keine Finger oder Hände mehr hätte, würde ich wahrscheinlich einen starken Rückfall in die Depression bekommen und einfach eingehen wie eine Mimose. Ganz wichtig aber auch die Freiheit! Die Freiheit der Mensch zu sein, der ich bin.

Wenn Sie Ihren Beruf heute wechseln könnten, wofür würden Sie sich entscheiden?
Eine Frage, die wir auch schon sehr oft hatten. Schriftstellerin oder Filmproduzentin. Ich würde es sofort tun. Die Druckbranche ist tot.

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©VOGUE GERMANY – Katharina Hesedenz
FRAGEN VON EDWARD BARBER UND JAY OSGERBY

8 Gedanken zu “Fragen ohne Antwort #76

schreib was, ich beiße nicht ;)

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