Fragen ohne Antwort #113

Und da sind wir auch schon im Februar angekommen und der neue Fragebogen steht an. Spannende, philosophische und kulturelle Fragen. Ich hatte ganz schön zu knabbern, bin gespannt auf eure Antworten. Viel Spaß dabei! 

Fragen ohne Antwort

1. Wie stellen Sie sich die Unendlichkeit vor?
Ich kann mir die Unendlichkeit nur schwer vorstellen, es ist für mich nicht greifbar, dass da einfach immer etwas ist und nicht ins Nichts driftet. Oft stelle ich mir das Weltall mit zwei weißen Balken jeweils rechts und links vor, die einfach ein Ende begrenzen, aber da es keines gibt, geht es irgendwie immer weiter und weiter. Wie gesagt, es ist schwer vorstellbar.

2. Glauben Sie, dass Zeit reisen möglich sind?
Auch so eine Sache, die sich für mich unlogisch anhören, dennoch wer weiß zu was man noch alles fähig ist. Es sollten nur nicht die falschen Menschen herausfinden.

Auch Dr. Emmett Brown wusste schon, dass man mit Stil durch die Zeit reisen kann. Aber es sollten nicht die falschen Leute tun. ©United International Pictures GmbH

3. Ist es für Sie vorstellbar, dass Licht schneller als Zeit ist?
Begründen Sie Ihre Antwort.
Nein. Zugegeben habe ich nach dieser Frage mal etwas recherchiert, weil ich mich da so an Albert Einstein entsann. Zeit ist im Grunde gar nicht messbar, somit ist diese Frage, ob Licht überhaupt schneller sein kann als die Zeit, wohl unlösbar. Dennoch eine interessante Frage, man fängt doch an zu grübeln, tatsächlich ist es jedoch für mich nicht vorstellbar, dass Licht schneller als Zeit ist, denn wie kann das Licht am Endpunkt erscheinen, wenn die Zeit bereits abgelaufen ist? Allerdings meinte Einstein, dass nichts schneller ist, als die Lichtgeschwindigkeit, die Zeit bewegt sich jedoch langsamer und bleibt zu dem Licht relativ. Das war spannend!

4. Was fasziniert Sie am Weltall?
Alles! Vor allem die Vorstellung, dass es unendlich sein soll und ich mir das eben nicht vorstellen kann. Andererseits kann ich mir aber auch nicht so recht vorstellen, dass es einfach irgendwo endet. Klar ich schrieb oben noch von zwei weißen Balken, aber es scheint unwirklich, dass das Weltall irgendwo einfach aufhört und da nichts mehr ist. Allein die Vorstellung, dass man an Punkt A losfliegen würde und doch niemals wieder dort ankommen sollte, fliege man nur immer geradeaus ist faszinierend genug um sich stundenlang damit zu beschäftigen.

5. Wann ist in Ihren Augen jemand gebildet?
Traurig aber wahr, heutzutage trifft das schon fast zu, wenn derjenige einen ordentlich grammatikalischen Satz sprechen kann, ohne „weißte“, „isch geh Kino“ oder ähnliches. Bei sowas kriege ich Nasenbluten!
Ernsthaft gesehen kann man das jedoch nicht so recht festlegen, denn viele Menschen sind auf eine andere Art gebildet. Belesene Männer finde ich jedoch sehr sexy.

6. Was bedeutet Kultur für Sie?
Kultur sind für mich im Grunde alte Gewohnheiten, Bräuche, die schon seit Jahren weitergegeben werden. Sowas wie Weihnachten, Ostern, usw. Das alles gehört mit zu unserer Kultur, die Feste wurden vor Jahrhunderten schon überliefert, weitergereicht und praktiziert. Auch literarische Meisterwerke zähle ich zu unserer Kultur, es sind Dinge, die seit Generationen weitergegeben werden und im Grundstein nicht verändert werden. Auch die Art wie wir leben, wohnen und denken. Andere Kulturen haben andere Sichtweisen, wie die amerikanischen Ureinwohner zum Beispiel, deren Kultur es ist, die Tiere zu ehren und nur das Nötigste aus der Natur zu nehmen. Sie haben sich irgendwann so entwickelt und das vor tausenden von Jahren. Diese Weisheiten gaben sie weiter und leben noch heute danach. Kultur ist der Kern unseres seins, es beschreibt, wer wir sind und wo wir herkommen.

7. Welchen Titel würde Ihre Biographie tragen?
Passion of Arts

8. Was beschreibt für Sie am ehesten einen Klassiker?
Ein altes Ding, das nie aus der Mode kommt, zeitlos ist? Filme wie „Breakfast at Tiffany’s“, „Gone with the Wind“ oder „Some Like It Hot“ sind zum Beispiel Klassiker, aber warum sind sie das? Was genau definiert einen Klassiker eigentlich? Ihr merkt schon, ich bin sichtlich überfordert mit der Frage. Für mich ist ja schon eine Hörspielkassette ein alter Klassiker. Oh Moment, ein Klassiker ist wohl etwas, was auch nach Jahren noch begeistert, denn ich merke oft, dass ich den Titel „Klassiker“ vergebe, wenn ich an etwas erinnert werde, was mich damals begeisterte und immer und immer wieder einfach gut ist. Auch nach Jahren noch.

Unvergesslich! Audrey Hepburn und George Peppard „Breakfast at Tiffany’s“ ©Paramount Pictures

9. Ist jeder Film ein Kunstwerk?
Wenn ja, warum?
Wenn nein, wo ist der Unterschied und welche Filme würden Sie als Kunst sehen?

Nein. Oftmals dienen manche Filme auch einfach nur zur Unterhaltung. Klar ist in jedem Film in künstlerischer Aspekt vorhanden, denn immerhin erfindet jemand eine Geschichte, erschafft etwas kreatives. Kunstfilme sind für mich zum Beispiel „Birdman“, „Rubber“, „Garden State“ oder „Hail, Caesar!“. Sie zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Erzählweise aus, überzeugen mit perspektivischen Bildern, wie „Rubber“ oder wirken auf eine besondere Art und Weise skurril. Fast so wie manches Gemälde.

10. Wer oder was ist für Sie der Inbegriff einer Ikone?
Madonna. Madonna hat alles richtig gemacht, denn man beachte mal, dass die Frau niemals „out“ war. Beinahe in jedem Musikgenre ist sie vertreten, in jedem Musikjahr hat sie einen Hit und es gibt beinahe keinen Menschen auf dieser Welt, der diese Frau nicht kennt. Unbeachtet davon, ob man sie mag, gut findet oder nicht, Madonna kam nie aus der Mode und ist stetig präsent.

11. In welchem Lebensbereich beweisen Sie Stilgefühl?
Wohntrends? Was Kleidung betrifft … nun immerhin schaffe ich es die richtigen Schuhe zur passenden Tasche zu wählen und der Schmuck sieht dabei auch oft passabel aus. Hat man Stilgefühl auch im Schreiben? Ich finde ich habe nicht nur meinen eigenen Stil, sondern finde oftmals auch die richtigen Worte.

12. Was zeichnet einen Kultfilm aus?
Ein Film der zeitlos ist und jede Generation begeistert. Außerdem auch ein Film, der immerzu parodiert oder zitiert wird. Eine Hommage ist der größte Beweis von Hingabe und Liebe.

13. Ein absoluter Kultfilm ist und bleibtBack to the Future, denn wie in Frage 12 schon erwähnt, ist die Reihe zeitlos, begeistert mehrere Generationen und wurde so oft parodiert und zitiert, dass er diesen Titel mehr als verdient hat.

©United International Pictures GmbH / Mojo.com

14. Welches Theaterstück würden Sie gerne einmal als Kinofilm sehen?
Ich habe zu wenige Stücke gesehen um hier eines auszuwählen. Die alten Klassiker wurden immerhin schon verfilmt. Hier muss ich passen und werde mir vornehmen, öfter ins Theater zu gehen.

15. Achten Sie bei Filmen bewusst auf die Hintergrundmusik?
Natürlich, die Musik unterstreicht manche Szenen regelrecht und lässt oftmals meine Tränen bei emotionalen Szenen noch schlimmer fließen. Geht aber auch andersrum. Am Ende von „Requiem for a Dream“, wenn der Abspann kommt und die emotionsgeladene Musik von Clint Mansell plötzlich verstummt und einfach nur noch Stille herrscht. Dieser Moment hat mich mehr schockiert, als der ganze Film, denn es ist als würde alles enden, die Zeit stillstehen. Habe ich gestern auch in einer Episode der 7ten Staffel aus „The Vampire Diaries“ gesehen. Dieses Stilmittel ist brillant.

16. Wenn Sie es vorher nicht getan und nun mal darauf geachtet haben, hat sich der Film in Ihrer Wahrnehmung verändert?
Ich hab schon wieder vorgegriffen, also ich höre immer auf die Filmmusik. Nicht immer in jeder Szene bewusst, aber ich gebe mir Mühe. Sollte ich mal nicht recht darauf geachtet haben und das später nachgeholt hatte, fand ich den Film oftmals besser. Brillante Filmmusik kann manche Szenen intensiver gestalten, unpassende Musik kann jedoch auch das Gegenteil bewirken. Ich habe auch schon den ein oder anderen Film gesehen, wo die Musik so unpassend war, dass mir der Film weniger gefiel.

17. Hören Sie Filmmusik? Wenn ja, beschreiben Sie Ihre Gefühle dabei, wenn Sie den Film nicht vor Augen haben.
Ich liebe Filmmusik! 90 % auf meinem MP3-Player ist Filmmusik. Ich merke immer, dass ich bei manchen Stücken regelrecht mitfiebere, merke wie eine innere Spannung in mir selbst steigt und ich neige oftmals auch dazu, mir eigene, kreative Geschichten dazu auszudenken. Fördert oft das Schreiben. Bei der Filmmusik von „Titanic“ zum Beispiel brauche ich den Film nicht, um mitzuerleben, wie das Schiff sinkt.

©Sony Classical Records

18. Was macht einen guten Cyberpunk aus? Empfehlen Sie mir einen, bitte.
Uff, in dem Genre kenne ich mich überhaupt nicht aus. Ich weiß nicht mal genau, was das Genre beschreibt. Dennoch weiß ich, dass die Serie „Cowboy Bebop“ in der Sparte vertreten ist und die kann ich durchaus empfehlen 😉

19. Würden Sie meinen, früher wurde mit Filmen eher Kunst produziert als heute, wo sich das alles nur noch wie Fließbandarbeit anzufühlen scheint?
Nein, ich denke auch heute werden noch Kunstfilme produziert. Wie „Birdman“ oder „Hail, Caesar!“ zum Beispiel. Dennoch fühlt es sich tatsächlich wie Fließbandarbeit an, denn hauptsächlich sind es die Mainstreamfilme, die gepusht werden. Viele Arthausfilme laufen gar nicht in den Kinos an, was ja echt schon ein Jammer ist. Ich finde früher wurde die Arbeit daran wohl mehr gewürdigt, heutzutage soll es einfach nur noch krachen. Hauptsache Blut und Sex.

20. Haben Sie Weltliteratur in ihrem Regal? Wenn ja, welche Werke und was zeichnet diese als Weltliteratur aus?
Weltliteratur … wir hatten mal die Frage, was man als diese betitelt. Leider weiß ich nicht einmal mehr, was ich dazu geschrieben hatte. Ich glaube Weltliteratur sind Werke wie „Der Glöckner von Notre Dame“ von Victor Hugo oder „Faust“ von Johann Wolfgang von Goethe. Werke, die in allen Ländern bekannt sind und das auch noch über mehrere Generationen hin. Ich habe zwar ein paar Sammlungen von Goethe, Schiller und Balzac, aber ob das darin schon Weltliteratur ist weiß ich leider nicht.

DIR BRENNEN AUCH 20 FRAGEN AUF DER SEELE, DIE DU SCHON IMMER DEINEN MITMENSCHEN STELLEN WOLLTEST? DANN REIN IN MEIN POSTFACH UND DANN DIE SPANNENDEN ANTWORTEN LESEN!


FÜR MOVIEPILOTEN AUCH HIER.
FRAGEN VON James Redvers

Ein Gedanke zu “Fragen ohne Antwort #113

schreib was, ich beiße nicht ;)

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