Split

Split„, nervenzehrender und fabelhaft gespielter Thriller, der sich echt sehen lassen kann.

Split

REGIE: M. Night Shyamalan
DARSTELLER: James McAvoy, Anya Taylor-Joy, Haley Lu Richardson, Kim Director, Jessica Sula, Betty Buckley and Brad William Henke
GENRE: Thriller, Horrorfilm

M. Night Shyamalan (Signs) hat die letzten Jahre ja nun wirklich nichts großartiges abgeliefert, umso mehr überraschte es mich, dass „Split“ ein außergewöhnlich gelungenes Werk ist. Shyamalan schuf hier eine Story, die ein wenig anders ist, der Plot ist nicht vorhersehbar, sondern überrascht und das macht „Split“ heutzutage schon besonders. Viele Filme erzählen immer nur die alten Geschichten, „Split“ sticht jedoch durch seine Erzählweise heraus und gibt dem Zuschauer einige Momente, mit denen er nicht gerechnet hatte. Nun bin ich mittlerweile ja hartgesotten, doch Shyamalans neuester Streich schaffte es tatsächlich, mich einige Male vor Schreck zusammen zucken zu lassen oder gar erschrocken die Hand vor den Mund zu heben. Spannung wird meist durchgehend gehalten, nur in der Mitte gibt es eine kleine Flaute, an der der Film ein bisschen an Nervenkitzel einbüßt. Brillant ist vor allem der Hauptdarsteller. James McAvoy (Victor Frankenstein) spielt so fabelhaft, dass der Zuschauer vergisst, wen er eigentlich vor sich hat. Allein durch seine Haltung, Gestik und Mimik merkt man sofort, wie sich nicht nur die Stimmung, sondern auch komplett die Person des Protagonisten verändert hat. Zu jeder Sekunde hat man ihm den an einer Multiplen Persönlichkeitsstörung leidenden Kevin abgekauft und man lernte ihn richtig zum Fürchten. Allerdings besitzt er auch liebenswerte Charaktere, wie den 9-jährigen Hedwig oder den Modeschöpfer Barrie. Auch Anya Taylor-Joy (The Witch) kann sich sehen lassen und bringt die Emotionen hervorragend und glaubhaft rüber. Umso mehr gönne ich ihr die London Critics’ Circle Film Award-Nominierung als Beste britische Nachwuchsschauspielerin.
M. Night Shyamalan hat immer gute Ideen und ich muss ihn auch loben, dass er immer eigene Ideen hat, statt irgend etwas zu kopieren. Er hat seine eigene Fantasie und lebt diese in seinen Filmen aus. Hut ab, das muss ich an dieser Stelle wirklich einmal sagen. Womit ich immer meine Probleme habe, ist die Auflösung des ganzen, die mich immer irgendwie enttäuscht. Nicht so bei „Split„, vor allem auch deswegen, weil im Film dazu einiges erklärt wird. Das Ende haut dennoch nicht recht vom Hocker, selbst wenn der Zuschauer ohne offene Fragen zurück bleibt. Dennoch gibt es manche Handlungsstränge der Protagonisten, die nicht sehr klug sind.
Durch West Dylan Thordsons (Joy) Soundtrack bekommt der Streifen eine beklemmende Atmosphäre und fesselt den Zuschauer gänzlich an die Leinwand.
Ein Twist, von dem hier alle schreiben ist mir wohl entgangen, denn laut dem Trailer war im Grunde schon alles klar. Vielleicht ist die Überraschung größer, wenn man den Trailer nicht kennt.

Split„, sehenswerter Thriller, den man vor allem schon wegen James McAvoys Performance gesehen haben sollte.

4 Gedanken zu “Split

  1. Marco schreibt:

    Der Twist ist der kurze Gastauftritt ganz am Ende, weil dieser dem Film noch eine nicht unwichtige neue Bedeutungsebene verleiht, und SPLIT sehr eng mit einem früheren Shyamalan-Film verbindet. SPLIT ist damit quasi eine Fortsetzung, oder ermöglicht zumindest eine gemeinsame Fortsetzung, da er im selben Erzähl-Universum spielt, wie der andere Film. 🙂

    Gefällt 1 Person

schreib was, ich beiße nicht ;)

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