Film: Die Schöne und das Biest

Die Schöne und das Biest„, Klassikertreues Remake mit Ausschmückungen, jedoch ohne großes Highlight.

REGIE: Bill Condon
DARSTELLER: Emma Watson, Dan Stevens, Luke Evans, Ewan McGregor, Ian McKellen, Josh Gad, Kevin Kline, Emma Thompson, Stanley Tucci, Gugu Mbatha-Raw
GENRE: Abenteuerfilm, Fantasyfilm, Drama, Musikfilm

Nach langem hin und her haben wir es doch noch ins Kino zum Remake des Disney-Klassikers „Die Schöne und das Biest“ geschafft, völlig ohne 3D, dafür mit 3D-Bildstörung. Ich weiß nicht so recht, wie ich es angehen soll, meine Meinung zu dem Film steht fest, dennoch vermag ich es kaum in Worte zu fassen. Fangen wir erst einmal mit den positiven Dingen an. Das Remake hält sich recht gut an die Vorlage, schmückte diese jedoch, genau wie bei „Cinderella„, noch aus. Es gefiel mir gut, dass erklärt wurde, was mit Belles (Emma Watson) Mutter passiert war, außerdem hatte man aufgeklärt, warum die Dorfbewohner sich nicht mehr an das Schloss erinnern konnten, obwohl es gar nicht so weit entfernt war. Die visuelle Gestaltung war ebenfalls lobenswert, das Schloss war sehr eindrucksvoll entworfen und auch das Dorf war einladend und kreativ gestaltet. Belle (Emma Watson) als auch das Biest (Dan Stevens) haben jeweils einen zusätzlichen Song erhalten, die beide gut zu den anderen Klassikern passten. Ebenfalls gefiel mir auch, dass es mehr Szenen zwischen Belle und dem Biest gab, sodass dem Zuschauer das annähern der beiden bewusster wurde. Die sprechenden Gegenstände waren so entworfen, dass sie wie Gegenstände aussahen, jedoch einen menschlichen Charakter besaßen, so konnte man einen besseren Bezug zu den Menschen nehmen, die sie einmal gewesen waren.

© The Walt Disney Company Germany GmbH

Leider ist das im Groben so alles, was „Die Schöne und das Biest“ bieten kann, denn der äußerliche Schein mag wohl sehr eindrucksvoll sein, dennoch bleibt der Inhalt, trotz des bekannten Films von 1991 blass. Klar kann man an dieser Stelle auch sagen, man kannte den Inhalt bereits, deswegen war es unspektakulär, jedoch leidet mehr die Umsetzung statt die Geschichte daran, dass „Die Schöne und das Biest“ aus dem Jahr 2017 ein absolutes Prachtwerk wurde. Emma Watson (My Week with Marilyn) zählt nun wirklich nicht zu meinen Lieblingsschauspielerinnen, dennoch passte sie hervorragend in die Rolle und brachte den Charakter von Belle auch gekonnt rüber. Ihre deutsche Singstimme war eine Katastrophe, ebenso wie die von Dan Stevens (The Guest) auf den ich mich besonders freute. Allgemein gefiel mir die Neuauflage der Songs so gar nicht. Das Stück „Die Schöne und das Biest„“ klang als würde die Sängerin gleich einschlafen, da war das Original von Emma Thompson (Nanny McPhee) wesentlich besser und doch noch nicht befriedigend genug für mich. „Sei hier Gast“ war noch der beste „aufgepeppte“ Song, doch auch dieser ist in der Originalfassung besser als in der deutschen Synchronisation.
Gaston (Luke Evans) war für meinen Geschmack viel zu sympathisch. Das ist für mich eigentlich ein so richtig schmieriger und eingebildeter Typ, zumindest war das in der Vorlage so. Hier kommt er relativ gut weg und auch Le Fou (Josh Gad) ist anders, dennoch gefiel mir dieser Charakter im Remake besser, ist er doch mitfühlender und klüger. Belles Vater (Kevin Kline) war ebenfalls anders, zwar nicht recht im negativen Sinne, dennoch waren im damaligen Trickfilm seine Erfindungen irgendwie verrückter und das machte es ein bisschen glaubhafter, dass die Dorfleute ihn später für übergeschnappt hielten.
Neben neuen Textpassagen wurde auch viele aus dem alten Film übernommen, dennoch kamen mir diese immer so runtergerattert vor. Überhaupt war die erste Hälfte des Films wie abgespult, es gab kaum Highlights, kein Moment, in dem der Zuschauer kurz innehielt um zu staunen. Auch fehlten mir bei manchen Dialogen irgendwie Druck, Power, das Biest aus dem Disney-Klassiker sprach manche Texte energischer, wütender oder kraftvoller. Das fehlte hier im allgemeinen und so kommt der Showdown auch ziemlich lasch rüber.
Schade, nachdem mich „Cinderella“ so begeistert hatte, bleibt „Die Schöne und das Biest“ doch recht blass. Am Ende bleibt man jedoch gerne noch sitzen um den wunderschön gestalteten Abspann anzuschauen und der Musik zu lauschen. Céline Dion wurde erneut die Ehre zuteil, einen Song für den Film zu singen. Diesmal nicht den Titelsong, dennoch ist „How Does A Moment Last Forever“ ebenso ein klangvoller Track, der den Abspann wunderbar untermalte.

©The Walt Disney Company

Kinopolis

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2 Gedanken zu “Film: Die Schöne und das Biest

schreib was, ich beiße nicht ;)

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