Fragen ohne Antwort #162

Es ist wieder Zeit für Fragen ohne Antwort. Diese Woche stammen die Fragen von dem italienischen Schriftsteller Andrea De Carlo aus der aktuellen Vogue. Viel Spaß dabei!

1. Nach welchen Kriterien suchst du ein Buch generell aus?
Mich muss das Cover schon ansprechen und dann muss der Klapptext natürlich interessant sein.

2. Liest du vertrauensvoll jede Veröffentlichung deiner Lieblingsautoren?
Nein, auch hier lese ich erst einmal den Klapptext, ob mich das Buch überhaupt interessiert.

3. Welche Freunde dürfen dir Lesestoff empfehlen?
Alle.

4. Wie weit interessieren dich Buchbesprechungen?
Sehr. Die Sichtweise der anderen zu einem Buch interessiert mich immer, vor allem mag ich den Austausch darüber gerne.

5. Und wenn man einfach aus dem Bauch heraus kauft?
Mache ich im Prinzip ja immer so. Wie will man das auch anders machen, man bekommt ja nicht immer eine Leseprobe. Ich lese den Klapptext und überlege ob es mich genug interessiert. Das ist wie bei Filmen im Kino, man kauft immer die Katze im Sack.

6. Wie wichtig ist der Titel?
Der Titel ist nicht lebenswichtig, aber meistens ziehe ich die Bücher ja aus dem Regal, weil mich der Titel schon einmal interessiert. Wenn dann das Cover noch schön ist, lese ich mal den Klapptext. Ich weiß nicht warum das bei mir so ist. Wenn mir das Cover nicht gefällt, stell ich es wieder ins Regal.

7. Womit dich ein Cover begeistern?
Gute Frage nächste Frage. Wahrscheinlich mit einem Design, dass mir prinzipiell gefällt, wie Retro, Lettering, schöne Bilder und Farben. Das ist wie beim Kauf einer Grußkarte. Wenn die Buchstaben Gold und erhaben sind verleiht das dem Buch zusätzlich noch etwas magisches. Darauf stehe ich total.

8. Wo und wann liest du am liebsten?
Im Urlaub am Strand. Warum? Weil da der Laptop daheim bleibt, auch der Blog Urlaub hat und ich keinerlei Verpflichtungen habe. Da kann ich schlafen, lesen und entspannen. Für manche ist das vielleicht zu langweilig, aber wenn ich im Sommer an den Strand fliege, dann will ich da auch liegen. Abenteuer kann ich im Winter oder Herbst erleben. Mit Städtereisen vielleicht. Am Strand hab ich Zeit, in andere Welten zu tauchen ohne schlechtes Gewissen, faul zu sein.

9. Liest du manchmal die ersten Seiten und dann gleich die letzten?
Nein, so etwas mache ich niemals. Ich mag auch keine Spoiler, warum sollte ich dann das Ende vorher lesen?

10. Liest du manche Bücher mehrmals?
Nein irgendwie nicht. Vielleicht hatte ich bisher aber auch noch keines, das ich unbedingt noch einmal lesen wollte. Bis auf „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel. In meiner Jugend fand ich das Buch so toll, dass ich es 2 oder 3 Mal gelesen habe.

11. Liest du, um mehr über das Leben zu lernen oder um es zu vergessen?
Beides.

12. Identifizierst du dich eher mit makellosen oder fehlbaren Protagonisten?
Mit den fehlbaren, das macht sie irgendwie menschlicher und ich .. bin ja auch nur ein Mensch.

13. Suchst du eine Darstellung der wirklichen Welt, oder flüchtest du in eine fiktive?
Wenn ich so recht überlege lese ich doch mehr die Bücher, die in der richtigen Welt spielen. Zwar mag ich Fantasy, aber doch lese ich mehr Geschichten, die in der realen Welt spielen.

14. Welche Stilmerkmale zeichnen deine Lieblingsautoren aus?
Meine Lieblingsautorin Cecelia Ahern schreibt meistens Geschichten, die einen glücklich machen und über Protagonisten, die eine Wandlung im Laufe der Geschichte durchmachen. Ich mag das sehr denn meistens kann ich etwas für mich persönlich daraus mitnehmen.

15. Ist es dir wichtig, dass schmerzhafte Themen humorvoll abgehandelt werden?
Eher nicht, wobei ich inzwischen aber auch keine schmerzhaften Themen mehr lese. Ich beschäftige mich lieber mit Dingen, die glücklich machen.

16. Oder ist Ernsthaftigkeit unerlässlich?
Nun ja, vielleicht sollte man nicht jedes Thema mit Humor vollkleistern. Wie Kriege zum Beispiel … die sind einfach nicht witzig. Aber wenn der Protagonist eine schwere Krankheit hat und dennoch selbst über sich lachen kann ist mir das angenehmer, als wenn er in Depressionen versinkt. Depressionen hatte ich selbst, da muss ich nicht noch ein Buch darüber lesen.

17. Fallen dir abends nach ein paar Seiten die Augen zu? Oder liest du immer weiter, weil du die Zeit vergisst?
Die Frage ist etwas unglücklich gestellt, denn wenn mir die Augen zufallen kann ich auch nicht mehr weiter lesen. Meistens ist das der Fall. Ich versuche dann immer noch weiter zu lesen, selbst wenn ich gar nicht mehr realisiere, was da so steht. Also gebe ich irgendwann nach, lege das Buch hin und mach die Augen zu.

18. Kannst du dich stets genau erinnern, an welcher Stelle du aufgehört hast zu lesen?
In der Tat, ja. Witzigerweise kann ich ja 5 Bücher gleichzeitig lesen, alle ein halbes Jahr liegen lassen und dann beim Einstieg weiß ich noch immer, wo ich war, was passiert war und worum es geht. Komischerweise kann ich mir keine Zahl länger als ein paar Minuten merken … mmmh.

19. Müssen deine Bücher makellos aussehen, oder dürfen sie Gebrauchsspuren zeigen?
Die dürfen gerne Gebrauchsspuren zeigen, da bin ich ja nicht so. Immerhin ist es ja auch ein Gebrauchsgegenstand.

20. Unterstreichen Sie manchmal Passagen in einem Buch?
Klar, ich mache manchmal auch Notizen rein.

21. Kannst du dich daran erinnern, wann eine Lektüre dich zum letzten Mal wirklich überrascht hat?
Leider nein .. ich komme zu selten zum Lesen 😦

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©VOGUE GERMANY – AUSGABE 03/2018 FRAGEn von Andrea De Carlo

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1. Nach welchen Kriterien suchst du ein Buch generell aus?
2. Liest du vertrauensvoll jede Veröffentlichung deiner Lieblingsautoren?
3. Welche Freunde dürfen dir Lesestoff empfehlen?
4. Wie weit interessieren dich Buchbesprechungen?
5. Und wenn man einfach aus dem Bauch heraus kauft?
6. Wie wichtig ist der Titel?
7. Womit dich ein Cover begeistern?
8. Wo und wann liest du am liebsten?
9. Liest du manchmal die ersten Seiten und dann gleich die letzten?
10. Liest du manche Bücher mehrmals?
11. Liest du, um mehr über das Leben zu lernen oder um es zu vergessen?
12. Identifizierst du dich eher mit makellosen oder fehlbaren Protagonisten?
13. Suchst du eine Darstellung der wirklichen Welt, oder flüchtest du in eine fiktive?
14. Welche Stilmerkmale zeichnen deine Lieblingsautoren aus?
15. Ist es dir wichtig, dass schmerzhafte Themen humorvoll abgehandelt werden?
16. Oder ist Ernsthaftigkeit unerlässlich?
17. Fallen dir abends nach ein paar Seiten die Augen zu? Oder liest du immer weiter, weil du die Zeit vergisst?
18. Kannst du dich stets genau erinnern, an welcher Stelle du aufgehört hast zu lesen?
19. Müssen deine Bücher makellos aussehen, oder dürfen sie Gebrauchsspuren zeigen?
20. Unterstreichen Sie manchmal Passagen in einem Buch?
21. Kannst du dich daran erinnern, wann eine Lektüre dich zum letzten Mal wirklich überrascht hat?

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6 Gedanken zu “Fragen ohne Antwort #162

  1. Marcel Michaelsen schreibt:

    So viele Buchfragen. Da bin ich dann auch mal wieder dabei: https://passionofarts.com/2018/02/14/fragen-ohne-antwort-162/

    Zu 15 und 16: Ist natürlich immer ein schmaler Grat, aber so ganz ohne Humor kann eine Geschichte auch schnell mal anstrengend werden. Muss ja nicht unbedingt im Stil oder der Handlung implementiert sein, aber in Dialogen der Figuren beispielsweise darf es dann auch bei ernsten Themen ruhig mal lockerer zugehen, finde ich. Selbst in der Realität suchen wir ja meist noch den (schwarzen) Humor in allen Situationen. Krieg gehört da nebenbei für mich auch zu. Klar, ist scheiße. Aber letztlich auch so lächerlich, dass sich die Leute ständig wegen irgendwelcher Scheiße bekämpfen, dass man sich auch da ruhig mal drüber lustig machen kann. Zumindest über die Gründe.

    Gefällt 1 Person

    • ginadieuarmstark schreibt:

      Das stimmt schon, irgendwie gehört eine Prise Humor immer dazu. Aber wenn das in Kriegsfilmen überhand hat ist das für mich Satire oder Komödie. Bei einem ernsthafen Kriegsfilm sehe ich das eben anders, das sollte schon realistisch und tragisch sein. Dieses schwere Thema macht mir allgemein aber auch gar keinen Spaß.

      Gefällt mir

      • Marcel Michaelsen schreibt:

        Ja, da muss man dann natürlich das nötige Geschick aufweisen, um das richtig zu handhaben. Aber wenn man sich so die bekanntesten Kriegsfilme anguguckt, merkt man beispielsweise schnell, dass irgendeine Art von Humor bei den Figuren immer zumindest vorhanden ist. Natürlich nicht, wenn siegerade durch die Scheiße robben, aber dazwischen dann schon. Das spiegelt ja eben auch wieder, dass auch die alles tun, um mal für einen Moment zu vergessen, wie kacke alles ist.

        Gefällt 1 Person

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