Film: Wonder Woman

Wonder Woman„, solider Actionstreifen mit ernstem Unterton.

REGIE: Patty Jenkins
DARSTELLER: Gal Gadot, Chris Pine, Robin Wright, Connie Nielsen, David Thewlis, Elena Anaya, Ewen Bremner, Lucy Davis, Danny Huston, Eleanor Matsuura, Doutzen Kroes, Samantha Jo, Saïd Taghmaoui und Eugene Brave Rock
GENRE: Actionfilm, Abenteuerfilm, Science Fiction-Film, Fantasyfilm

Wo es bei Marvel immer mit flotten Sprüchen und witzigen Einlagen so zugeht, bleibt das DC Universum ein bisschen ernster und so reiht sich auch der Frischling „Wonder Woman“ in diese Riege mit ein. Was besonders gut gefällt ist, dass der Film zwar 140 Minuten dauert, aber im Gegensatz zu manchem Marvelfilm gleich in die Gänge kommt. Die Geschichte wird von Anfang an gut und fließend erzählt, das einzige was sich dann doch etwas streckt ist das Ende, da flaut die Spannung dann eher ab statt sie zu halten. Auch wird in der Anfangsstunde nicht erstmal ewig erklärt, wer Wonder Woman ist, was sie kann und wie sie es wird. Nein, sie muss es erst einmal selbst herausfinden, wie der Zuschauer eben auch und das kommt meiner Meinung nach sehr gut an. Wenn ich so an Captain America denke, dem das Schicksal ereilte, den langweiligsten Superheldenfilm der Filmgeschichte zu bekommen, nur weil im halben Film der Held „geformt“ wird und seine Heldentaten nur schnell abgespult werden. Das ist „Wonder Woman“ glücklicherweise nicht passiert, außerdem sparte man sich hier die Flapstick-Komik und baute eher auf ernstere Töne. Natürlich besitzt Allan Heinbergs Drehbuch auch witzige Passagen, die jedoch nicht die Situationskomik bedienen. Chris Pine (Hell or High Water) gefiel mir in diesem Streifen ausgesprochen gut. Seine souveräne und solide Leistung lassen seinen Charakter sofort sympathisch erscheinen. Auch Gal Gadot (Justice League) spielt ihre Rolle fabelhaft, vor allem gefällt mir, dass ihr Charakter zwar von der Menschenwelt kaum Ahnung hat, jedoch nie dümmlich oder beschränkt wirkt. Auch wiederum gut fand ich, dass diese Tatsache eben nicht als komödiantische Einlage genommen wurde. Versteht mich nicht falsch, ich mag den Witz in den Avengers-Filmen und so bin ich auch nicht humorlos oder witzigen Einlagen abgeneigt. Ganz im Gegenteil. Ich finde nur, dass es in „Wonder Woman“ einfach nicht rein passt. Vor allem, weil Diana eine kluge und starke Frau ist, die schnell lernt. Sie tollpatschig erscheinen zu lassen wäre unpassend, deswegen gefiel mir der ernstere Ton des Films mehr. Außerdem finde ich es gut, dass Diana zwar eine „Wonder Woman“ ist, aber nie wirklich wie eine wirkt. Ich hasse solche Filme, in deren Frauen eine „starke Frau“ mimen, aber dann immer so rüber kommen, als würden sie alles können und Männer wären unnütz. Diana (Gal Gadot) ist zwar stark, braucht dennoch hin und wieder die Unterstützung und Unterweisung von Steve (Chris Pine).
Die Action ist gut platziert, auch wenn das CGI und die 3D-Effekte doch ein bisschen störend wirken. Was Effekte betrifft bin ich von einer Zack Snyder Produktionen ein wenig verwöhnter, dass muss ich schon sagen, aber im großen und ganzen braucht sich „Wonder Woman“ da nicht verstecken. Rupert Gregson-Williams‘ (The Prince of Egypt) Soundtrack klingt wie eine Mischung aus „Pirates of the Caribbean“ und „Lord of the Rings„, was ein wenig schade ist, aber er kann sich in vielen Passagen ganz gut hören lassen.

Wonder Woman„, sehenswerter Superheldenfilm mit einer starken Hauptdarstellerin, die zwar eine Überfrau ist, aber nicht wie eine wirkt.

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3 Gedanken zu “Film: Wonder Woman

  1. jean schreibt:

    „Ich hasse solche Filme, in deren Frauen eine „starke Frau“ mimen, aber dann immer so rüber kommen, als würden sie alles können und Männer wären unnütz.“
    Hmmm, ich weiß nicht ob ich dich richtig verstehe, aber hast du Three Billboards Outside Ebbing, Missouri gesehen?

    Gefällt mir

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