Kino: Tomb Raider

REGIE: Roar Uthaug 
DREHBUCH: Geneva Robertson-Dworet, Alastair Siddons, Evan Daugherty 
DARSTELLER: Alicia Vikander, Walton Goggins, Dominic West, Daniel Wu, Kristin Scott Thomas, Derek Jacobi, Maisy De Freitas, Emily Carey, Hannah John-Kamen und Nick Frost
KAMERA:  George Richmond
SOUNDTRACK: Junkie XL
GENRE:  Abenteuerfilm, Fantasyfilm, Actionfilm
ENTSTEHUNGSLAND: USA

Zum Spiel:
Lang ist es her, als Papa vom einkaufen kam und die Vollversion des 1996 erschienenen, ersten Tomb Raider Spiels in der PC Go oder Computer Bild (genau weiß ich es nicht mehr) mitbrachte. Schon ab der ersten Minute wurden mit meiner Schwester und mir zwei neue Fans des Franchises geboren und bis auf „Lara Croft and the Guardian of Light„, welches damals in der Programmierung wie „Diablo II“ erschien, haben wir alle Games durchgespielt. 2001 erschien auch der erste Film mit Angelina Jolie (By The Sea) in der Hauptrolle. Meiner Meinung nach hatten sich die Spieleentwickler Angelina zum Vorbild für ihre Lara Croft genommen, denn die Schauspielerin passt wie die Faust aufs Auge. Lara war schon immer recht arrogant und etwas überheblich. Das mochte ich nicht so an ihr. Lara dachte immer sie kann alles und sonst keiner, zumindest kam das in den Spielen schon immer so rüber. Vielleicht Absicht der Entwickler, die mit ihrer Figur unter all den männlichen Helden herausstechen wollten. Angelina hat dies damals im Film sehr gut verkörpert und ich fand auch, dass Simon Wests „Lara Croft: Tomb Raider“ sehr actionreich und unterhaltsam war. Der Nachfolger war kein großer Hit mehr, ich selbst fand ihn auch sehr übertrieben und dann schrien auch schon alle nach einem Remake. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen, vor allem weil ich der Meinung war, dass eben Angelina die Idealbesetzung war. Nach diversen Castings wurde das Projekt auf Eis gelegt. Im Jahr 2006 beschloss Eidos Interactive das Franchise zu rebooten, doch 2013 begann das Studio einen neuen Weg zu gehen und krempelte Lara Croft komplett um. Das Reboot wurde fallen gelassen, stattdessen erhielt Tomb Raider ein Prequel. Die Story dreht sich nun um die junge und unerfahrene Lara Croft, die mit Freunden eine Expedition plant und schiffbrüchig wird. Lara ist viel sympathischer, nichts ist mehr da von ihrer Arroganz und Überheblichkeit. Bodenständig, durchdacht, erfinderisch und noch etwas unsicher durchkämmt sie die Wildnis und gibt dem Spieler viel mehr Zugang zu ihrer Persönlichkeit.  Dass es hier nicht lange dauerte, einen neuen Kinofilm zu drehen ist kein Wunder.

Alicia Vikander ist die neue Lara Croft © Warner Bros. Entertainment

Zum Film:
Anfangs war ich unschlüssig, wer wohl die neue Lara am besten verkörpern konnte und war mit Alicia Vikander (The Danish Girl) als Besetzung erst mal nicht ganz so zufrieden. Ich war mir nicht sicher, ob sie wirklich das Zeug dazu hatte, so ein Abenteuer durchzustehen und auch das rüber zu bringen, was mir im neuen Spiel so gefiel. Nachdem die ersten Pressebilder erschienen waren, war ich doch angetan von der Optik, denn Alicia sah in der Tomb Raider Montur wirklich wie die neue Lara aus. Auch im Film konnte sie mich als Hauptdarstellerin vollends überzeugen, spielt die Rolle souverän und meistert die Actionszenen mit Bravour.
Anfangs dachte ich der Film arbeitet exakt die Story aus dem Spiel ab, doch er schlägt eine andere, aber ähnliche Richtung ein. Auch wenn es diverse Verfolgungsjagden mit dem Fahrrad und auch zu Fuß über Boote und Hindernisse gibt, braucht der Film recht lang um in Fahrt zu kommen. Erst als Lara auf der Insel ist nimmt der Streifen regelrecht Fahrt auf und ist ab da nicht mehr zu bremsen. Das Setting ist großartig und lässt den Zuschauer direkt das Spiel erleben. Man fühlt sich regelrecht selbst im Abenteuer und das auch ohne 3D. Junkie XLs Soundtrack untermalt die Handlung spielerisch und fügt sich perfekt in jede Szene ein. Das Ende wirkt etwas konstruiert, auch der Grund warum Lara schließlich das Grabmal öffnet ist etwas unlogisch und kommt ein wenig so rüber, als wäre den Drehbuchschreibern Geneva Robertson-DworetAlastair Siddons und Evan Daugherty nichts besseres mehr eingefallen. So kommt das Ende ein wenig lasch daher. Kleines Highlight des Films war definitiv Nick Frost (The World’s End) als Pfandhändler und auch Daniel Wu (Geostorm) war sehr sympathisch.

Im Großen und Ganzen hat „Tomb Raider“ ein paar Lücken, die es zu schließen gilt, doch wenn man sich auf das Abenteuer einlässt kann man durchaus seinen Spaß an dem Film haben. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf den nächsten und habe jetzt auch richtig Lust, endlich das Spiel weiter zu zocken.

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5 Gedanken zu “Kino: Tomb Raider

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