Film: Wind River

Wind River„, ruhiger atmosphärischer Thriller mit fantastischen Panoramen und erschreckendem Plot.

REGIE:Taylor Sheridan
DREHBUCH: Taylor Sheridan  
DARSTELLER: Jeremy Renner, Elizabeth Olsen, Gil Birmingham, Kelsey Asbille, Teo Briones, Tantoo Cardinal, Matthew Del Negro, Hugh Dillon, Julia Jones, James Jordan, Eric Lange, Martin Sensmeier, Jon Bernthal, Graham Greene und Ian Bohen
KAMERA:  Ben Richardson
SOUNDTRACK:Nick Cave und Warren Ellis
GENRE:  Thriller, Kriminalfilm, Drama
ENTSTEHUNGSLAND: USA

Selten habe ich wieder einen Thriller dieser Art gesehen, der ohne großes Actionaufgebot auskommt. Zuletzt konnte mich da „Jack Reacher“ mit seiner ruhigen Erzählweise begeistern und auch „Wind River“ kann diese Ruhe durchaus für sich gewinnen. Und doch braucht der Film ein wenig um in Schwung zu kommen. Die Story ist zwar interessant, doch die erste Hälfte des Filmes ist manchmal ein wenig zu ruhig und verstreicht ohne große Vorkommnisse. Eine schier erdrückende Stille herrscht nicht nur in der Handlung, sondern auch im Film selbst. Die weiten Schneeflächen und Gebirgslandschaften tun ihr übriges um dem Thriller diese Atmosphäre zu verleihen. Dies ist Regisseur Taylor Sheridan (Hell or High Water) sehr gut gelungen und Kameramann Ben Richardson fing traumhafte Panoramen ein. Sheridan musste aufgrund der hohen Schneemassen auf seine bevorzugte Methode, weite Kamerafahrten zu machen, verzichten und so griff Richardson zur Handkamera. Zum ersten Mal muss ich sagen, dass mich das gar nicht gestört hat, denn meistens empfinde ich Handkamera als sehr unangenehm, da die Bilder meistens dadurch verwackeln. In der zweiten Hälfte kommt etwas Leben in „Wind River“ und ab da zieht der Streifen aber auch richtig bis zum Ende durch.
Jeremy Renner (Arrival) spielt die Rolle des ernsten Wildtierjägers sehr gut und füllt diese komplett aus. Solche Charaktere liegen ihm gut. Was mir persönlich nicht gefiel, waren wieder diese üblichen Klischees, die um den Charakter aufgebaut waren. Für meinen Geschmack werden solche Protagonisten viel zu häufig in Thrillern geboten. Wenigstens ist Elizabeth Olsens (Martha Marcy May Marlene) Charakter nicht so klischeebehaftet und auch sie spielt die Rolle souverän. Zusammen harmonieren die beiden Schauspieler sehr gut und auch die Nebendarsteller wie Gil Birmingham (The Lone Ranger) oder Graham Greene (Molly’s Game) verkommen nicht zu blassen Charakteren, sondern fügen sich ebenfalls gut zu dem Team ein.
Nick Caves (The Road) Soundtrack, den er zusammen mit dem australisch-französischen Musiker Warren Ellis komponiert hat, untermalt die Stimmung des Films perfekt.

Wind River“ ist ein gelungener und sehenswerter Thriller, der anfänglich die Geduld des Zuschauers ein wenig auf die Probe stellt. Aber wenn er mal an Fahrt gewinnt, ist er an Spannung nicht mehr zu bremsen und bannt den Zuseher an das Geschehen.

 

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3 Gedanken zu “Film: Wind River

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