Kino: A Star Is Born

REGIE: Bradley Cooper 
DREHBUCH: Eric Roth, Bradley Cooper und Will Fetters
DARSTELLER: Bradley Cooper, Lady Gaga, Sam Elliott, Bonnie Somerville, Dave Chappelle, Andrew Dice Clay, Anthony Ramos, Michael J. Harney, Rafi Gavron, Greg Grunberg und Alec Baldwin
KAMERA: Matthew Libatique
SOUNDTRACK: Lady Gaga, Bradley Cooper, Lukas Nelson und DJ White Shadow
GENRE: Musikfilm, Drama
ENTSTEHUNGSLAND: USA

A Star Is Born“ von Bradley Cooper ist inzwischen schon die vierte Verfilmung des Stoffes, jedoch die erste, die ich gesehen habe. Cooper liefert hiermit sein Regie-Debüt ab und für das erste Mal hat er dies souverän gemeistert. Er selbst übernimmt neben Lady Gaga (Machete Kills) die Hauptrolle und überzeugt nicht nur mit seinem Schauspiel, sondern auch mit seinem Gesangstalent. Der Zuckerguss ist nur noch sein Gitarrenspiel, welches mich ebenso sehr begeistern konnte. Überrascht hat mich Lady Gaga (Sin City: A Dame to Kill For) mit ihrer Performance als Darstellerin. Dass sie eine großartige Sängerin ist weiß ich bereits, habe ich doch auch das ein oder andere Album von ihr im Regal stehen. Selten bekomme ich bei einer Sängerin Gänsehaut und nur wenige können mich tatsächlich mit ihrem gefühlvollen Gesang zu Tränen rühren. Lady Gaga ist in „A Star Is Born“ beides gelungen. Witzigerweise entkam mir die Anmerkung, dass sie in einer Szene aussähe wie Beyoncé (Dreamgirls) und eben las ich, dass diese ursprünglich für die Rolle vorgesehen war. Glücklicherweise fiel die Wahl schlussendlich auf Gaga, ich persönlich finde sie authentischer, vor allem gefiel mir ihr natürlicher Look, den sie hier bekam.
Auch Sam Elliott (The Ranch) war wieder großartig, selbst wenn er immer dieselbe Art von Charakter zu mimen scheint, liebe ich diesen Darsteller einfach abgöttisch. Während die anderen Protagonisten immer am straucheln sind, bringt er eine gewisse Ruhe hinein und das kann Sam ganz besonders. Es ist mir immer eine Freude ihn in einem Film zu sehen, so fand er jüngst auch einen Platz in einer meiner Geschichten des #WritingFridays.
Neben den großartigen Kameraaufnahmen von Matthew Libatique (Venom) ist es besonders die Musik, die den Zuschauer begeistern kann. Ich selbst konnte schon zu Beginn des Streifens, bei den ersten Klängen die Füße nicht mehr still halten. Außerdem hatte ich nach jedem Auftritt stets das Gefühl applaudieren zu wollen. So wird der Zuschauer mehr und mehr in eine Art Konzert gezogen und das ist „A Star Is Born“ mehr oder weniger auch. Der Plot beginnt anfangs sehr gut, ich mag die Art, wie sich Ally (Lady Gaga) und Jackson (Bradley Cooper) kennen lernen und sich nach und nach annähern. Danach macht Cooper leider den gleichen Fehler wie Damien Chazelle bei „La La Land„, es wird nur noch gesungen, Bilder werden eingeblendet, aber es wird kaum noch eine Story erzählt. Hin und wieder wird eine Szene begonnen, aber nicht zu Ende geführt. Man kommt regelrecht ins Grübeln, ob der Cutter übermütig war oder nicht so recht wusste, was er tat. „A Star Is Born“ wäre für mich vielleicht der Musikfilm des Jahres geworden, hätte man die Geschichte kürzer und präziser erzählt. Doch leider schleppt sich der Streifen in der zweiten Hälfte nur so dahin, selbst wenn er voll von großartigen Bildern und fantastischen Liedern ist. Dennoch gelingt es Bradley Cooper die Liebesgeschichte der beiden Musiker glaubhaft zu erzählen. Auch die Komplikationen, die entstehen, wenn beide Partner berühmt sind hat er gut eingefangen, sowie den Aufstieg und auch den Abstieg eines Künstlers.

So bleibt „A Star Is Born“ leider für mich nur ein einmaliges Erlebnis, dennoch wird der Soundtrack, dessen Goldstück definitiv „Maybe It’s Time“ gesungen von Bradley Cooper ist, einen Platz in meiner Sammlung finden.
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Danke an das Kinopolis Landshut für die Pressekarte.
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© Warner Bros. Entertainment

© Warner Bros. Entertainment / KinoCheck

Kinopolis

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7 Gedanken zu “Kino: A Star Is Born

  1. suzy schreibt:

    wie schon auf facebook diskutiert 🙂 ging es uns ähnlich ❤
    tolle Musik und tolle Schauspieler. Mir ist bei Lady Gaga zum ersten Mal so richtig bewusst geworden wie toll die Frau singen kann ❤ aber auch von Bradley C. war ich total überrascht, der Mann hat als Musiker wirklich was drauf 🙂

    Gefällt 1 Person

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