#WritingFriday: B.L.U.E. Requiem For A Dream

Endlich habe ich wieder Zeit für meine Lieblingsrubrik und zwar keinem geringeren als Elizzys #WritingFriday! Auf ihrem Blog „Read Books and Fall in Love“ hat sie ja schon vor einer Woche die neuen Themen preis gegeben und tatsächlich habe ich sofort eines gefunden, bei dem mich sogleich die Muse küsste. „Erzähle von einem Albtraum„. Ich habe viele Alpträume gehabt, an die meisten erinnere ich mich zum Glück nicht mehr genau. Diesmal lasse ich aber eine meiner Protagonistinnen einen Alptraum durchleben. Außerdem habe ich auch hierzu einen Header gebastelt. Ich hoffe er gefällt dir! Viel Spaß beim Lesen! 

Ein fester Faustschlag traf Blue mitten ins Gesicht. Wieder und wieder schlug er zu, mit links, mit rechts. Zack! Zack! Zack! Ihre Augen waren schon geschwollen. „Ich bin kein Agent“, wiederholte sie abermals, doch die Faust ließ nicht locker. „Ich bin kein Agent“, zack! Da traf der nächste Schlag. Bei jedem Mal zuckte Blue zusammen. Hieb für Hieb. „Ich bin kein Agent“, beteuerte sie erneut, da kam der nächste Schlag, BAM! Diesmal mit einem Schlagring ausgerüstet und mitten auf das Kiefergelenk. Erneut flog die Faust auf Blue zu: Zack! Der Kiefer brach. Der Schmerz zuckte durch ihre ganzen Muskeln, sie schmeckte Blut, hatte sie sich eben auf die Zunge gebissen. Sie spuckte aus und verlor einen Zahn. „Isch bim keim Abfent!“ Doch die Faust interessierte ihre Worte nicht und ließ einen weiteren Schlag auf sie herab.
Plötzlich nahm sich die Faust zurück und Blue hatte ein wenig Raum zum atmen, doch nicht für lange. Die Faust kam mit einer Zange zurück und begann Blue ein paar Zähne zu ziehen. Stück für Stück nahm die Faust sie auseinander, wollte sie brechen, doch Blue blieb standhaft. Auch als die Faust damit begann, mit einem Hammer Blues Zehen zu brechen. Nach dieser Prozedur, packte die Faust Blue an den Ketten, die sie gefesselt hielten und hievten sie von dem alten Holzstuhl, auf dem sie die ganze Zeit gesessen hatte. Das Gehen fiel ihr schwer, denn die Zehen schmerzten und beinahe wäre sie auf ihrem eigenen Blut ausgerutscht. Doch die Faust blieb gnadenlos, zog sie über den kalten Betonboden voran und sie musste tapfer mitgehen. Vor einem Bottich mit eiskaltem Wasser ließ die Faust die Ketten los, packte Blue grob am Genick und tauchte sie in die Tiefen. Blue spürte die Kälte wie Nadeln, die sich durch ihre Haut bohrten. Ihre Lunge brannte, als die Luft nach einigen Minuten langsam knapp wurde, da erhob die Faust Blues Kopf und ließ sie wieder atmen. Harte Stimmen drangen an ihr Ohr, doch sie konnte nicht mehr verstehen, was sie sagten. „Kein Agent“, nuschelte sie immer wieder, während die Faust sie wieder und wieder unter Wasser tauchte.
Dann entfernte die Faust ihre Geisel von dem Wassertrog, packte sie und löste die Ketten ein wenig. Ist das der Duft der Freiheit? Doch so frei sich Blue eben fühlte, desto schneller wurde sie wieder gefangen genommen. Die Faust hob Blues Arme nach oben und kettete sie an der Decke fest. Anschließend entfernte sie sich ein Stück. Es dauerte einen kurzen Moment, bis ein surrendes Geräusch die Luft zerschnitt und ein schnalzendes folge, als eine Peitsche auf Blues rücken preschte. Sie konnte sich einen überraschten Aufschrei nicht verkneifen, so sehr zuckte der Schmerz durch ihren Rücken. Noch einmal schnellte die Peitsche und kündigte einen weiteren Hieb an, der genauso hart traf, wie der erste. Die Haut platzte auf wie ein ausbrechender Vulkan, Blut tropfte wie Lava an den durchtrainierten Rückenmuskeln hinab, die wie Berge und Täler wirkten. Hieb für Hieb, brachen mehr Krater auf, doch Blue blieb standhaft und beteuerte noch immerfort kein Agent zu sein.
Irgendwann ließ die Faust von ihr ab, gab den Kampf auf, hob Blue von dem Haken an dem sie mit der Kette befestigt war und ließ sie zu Boden fallen. Erschöpft brach sie auf dem kalten Boden zusammen, aber noch am Leben. Noch war sie am Leben!

Blue fiel in eine Art Dämmerzustand. Ihr Körper war geschwächt und schütze sich nun selbst um diese qualvollen Schmerzen zu ertragen. Sie spürte nur vage, wie sie von zwei Männern an den Schultern gepackt und über den Boden geschleift wurde. Spürte aber den Schmerz, der in ihr Kreuz fuhr, als man sie grob in eine Vertiefung warf. Alles um sie herum wurde dunkel. Finsternis umgab sie wie ein Schatten, ein Mantel, der sie umhüllte wie eine Decke. Sie schlief für ein paar Stunden, erschöpft von dem Geschehenen. Als sie die Augen öffnete, sah sie nichts. Alles vor ihrem Auge war schwarz wie die Nacht. Doch sie roch etwas. Der Duft von frischer Erde umspielte ihre Nase. Dazu gesellte sich das Aroma von Holz. Langsam und unsicher streckte Blue eine Hand aus, kam aber nicht weit, denn vor ihr war ein Widerstand zu spüren. Rau und fest, wie das Holz einer Kiste.

Schweiß gebadet schrak Blue aus dem Schlaf hoch und rief Matthews Namen. Zu lange war er schon fort …

Wie hat dir die Geschichte gefallen? Lass es mich in einem Kommentar wissen.

CAST

Blue Hecker – Blake Lively

Titelsong: Requiem for a Dream 

TRIVIA
  • Diese Szene gibt es, wenn ich mich richtig erinnere, im dritten Teil der Geschichte. Matthew ging auf eine Mission und ist nicht zurück gekehrt. Auch die Versuche von Luther ihn zu finden, blieben erfolglos. Tatsächlich ist es nicht Blue, die diese Folter durchlebt sondern Matthew, der gefangen genommen wurde. Blue hat zu ihrem Onkel eine so enge Bindung, dass sie im Traum seine Qualen spürt. Für die Folter Elemente habe ich mich durch die Filme „Payback“ und  „The Tourist“ inspirieren lassen. Sicherlich hast du es schon erraten, das Ende geht über in eine Hommage an „Buried“ mit Ryan Reynolds.

Weitere Geschichten zu B.L.U.E.:
 Mission Impossible 
– Rescue Me 
– Alex
– Until We Go Down 
– Hashtag Colorado
– Have you ever seen the Rain?
– A Horse With No Name 
B.L.U.E. – Bird on a Wire 
Walking in a Winter Wonderland 

WEITERE THEMEN:
  • Erwin, ein 74 jähriger Senior, entreisst von zu Hause – erzähle von seinem Abenteuer. (Bedenke dabei, er wird nach nur 17 Stunden wieder gefunden und nach Hause gebracht.)
  • Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Jack griff zu seinem Schwert und zögerte dann doch, denn…” beginnt.
  • Maren verabredet sich an Valentinstag mit einem Unbekannten, erzähle von diesem Date.
  • Schreibe darüber wie man dir eine Freude machen kann.
DIE REGELN
  • Jeden Freitag wird veröffentlicht
  • Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen
  • Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben
  • Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden
  • Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch!
  • Habt Spaßund versucht voneinander zu lernen
WEITERE TEILNEHMER:

CREATED BY READ BOOKS AND FALL IN LOVE
ACCOMPLISHED BY PASSION OF ARTS
Foto Elemente im Header: 
Blake Lively ©Universum/Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH
Chris Evans ©Twentieth Century Fox of Germany GmbH
Tom Cruise ©Paramount Pictures

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14 Gedanken zu “#WritingFriday: B.L.U.E. Requiem For A Dream

  1. Katharina schreibt:

    Hey Gina,
    sehr spannend. Ich musste mich davon abhalten zum Ende zu linsen. Du beschreibst die Tortur sehr bildlich. Ich hatte ja gehofft, dass war echt nur ein Albtraum von Blue. War also definitiv fesselnd. 😉
    Grüße, Katharina.

    Gefällt 1 Person

  2. Zeilenwanderer schreibt:

    Liebe Gina,
    oh man, die arme Blue! Dass sie bei so schlimmen Träumen auch nicht aufwacht, das ist ja was 😀
    Bei mir persönlich ist es immer so, dass ich sofort aufwache, sobald etwas schlimmes passiert.
    Aber zurück zu deinem Text, der ist nämlich – auch wenn ich mir die Folterszenen nicht zu genau vorstellen wollte – sehr anschaulich und vor allem sehr flüssig zu lesen. Ich finde, du hast eine großartige Art zu schreiben!
    Alles Liebe
    Janika

    Gefällt 1 Person

    • ginadieuarmstark schreibt:

      Liebe Janika,

      danke für das Kompliment. Das bedeutet mir sehr viel.
      Da hast du ja Glück, wenn du dann sofort aufwachst. Mir passiert das leider öfter, dass ich den Alptraum dann voll durchlebe. Einmal war er so lebendig, dass ich erst einmal benommen im Bett saß und nicht genau wusste, wo ich war.

      Was ich dir schon einmal sagen wollte: Du hast ein wahres Talent für tolle Bilder. Ich liebe deinen Instagram Account und könnte mich stundenlang in deinen Buch Arrangements vertiefen. Die finde ich immer sehr schön.

      Liebe Grüße, Gina

      Gefällt 1 Person

      • Zeilenwanderer schreibt:

        Ooh, das stelle ich mir total schlimm vor! Wenn man dann so einen furchtbaren Traum hatte, beschäftigt das einen ja auch noch sehr lange 😫 Mich lässt es dann oft den ganzen Tag nicht mehr los 😔

        Aw, danke dir! Das freut mich so sehr zu hören 😍😍😍😍

        Gefällt 1 Person

  3. elizzy91 schreibt:

    Liebste Gina, ich liebe deine Art Geschichten zu schreiben ❤ ich lese dich unglaublich gerne und war diesmal sehr gefesselt! Du schreibst sehr bildhaft und auf jeden Fall flüssig 😀 vielen Dank für diesen Beitrag 😀 ich bin so froh, war das nur ein Albtraum 😉
    Hab ein schönes Wochenende!

    Gefällt 1 Person

    • ginadieuarmstark schreibt:

      Liebe Elizzy,

      danke für deine lieben Worte, das bedeutet mir sehr viel ❤
      Freut mich, dass dir der Beitrag gefallen hat.
      Ja ein Alptraum für Blue, für Matthew war es leider die Realität 😦

      Danke dir!
      Ich wünsche dir einen schönen Sonntag ❤

      Gefällt 1 Person

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