Filmrezension: Charlie St. Cloud

Charlie St. Cloud„, gut inszenierte Buchverfilmung, deren Änderungen nicht ganz so sehr aufstoßen.

 

INHALT:
Charlie (Zac Efron) steht kurz davor seinen Schulabschluss zu machen. Er möchte an die Stanford Universität und hat dafür auch ein Stipendium erhalten, nachdem er einen Segelwettbewerb gewann, den er gemeinsam mit seinem kleinen Bruder Sam (Charlie Tahan) antrat. Es könnte gerade nicht besser laufen, bis ein Verkehrsunfall sein Leben völlig verändert.

MEINUNG:
Craig Pearce und Lewis Colick nahmen sich Ben Sherwoods Buch „The Death and Life of Charlie St. Cloud” zur Hand um daraus ein Drehbuch zu schreiben. Burr Steers formte daraus einen Film. Die Story ist nicht ganz stimmig mit dem Buch, beim ersten Sichten im Kino fand ich das in Ordnung, auch jetzt stört es mich nicht arg, da es doch ein paar schöne Lösungen gab. Pearce und Colick schmückten die Geschichte mit kleinen humorvollen Nuancen um die tragische Geschichte etwas aufzulockern. Besonders Charlies Arbeitskollege und Freund Alistair (Augustus Prew) bringt unglaublichen guten Humor rein. Das klappt aber auch deshalb so gut, weil  Augustus Prew (The Borgias) ein wirklich grandioser, junger Darsteller ist. Besonders sein irischer Akzent setzt seinem Charakter in dem Film eine charmante Nuance. Auch die anderen Charaktere waren sehr schön inszeniert und trafen meine Erwartungen, die ich beim Lesen des Buches hatte. Besonders spürt man die Chemie, die zwischen Zac Efron (17 Again) und Charlie Tahan (Ozark) herrscht, ein wirklich grandios gecastetes Bruderpaar. Efron beweist hier, dass es durchaus auch in der Lage ist, ernste Rollen zu spielen, denn Charlie ist sehr verschlossen und schüchtern. Ganz anders als zum Beispiel Mike O’Donnell aus „17 Again“ oder Troy Bolton aus „High School Musical“. Hier mimt er auch nicht den typischen Mädchenschwarm und das Thema wurde diesmal auch nicht in den Fokus gezogen. Amanda Crew (Target Number One) ist ihm hier eine fabelhafte Partnerin, die durch ihre charmante Spielweise sofort das Herz der Zuschauer*innen gewinnt. Für mich eines der schönsten Leinwandpaare, die ich sehen durfte. Aber nicht nur die Darsteller*innen tragen die Stimmung der Geschichte perfekt, sondern auch Enrique Chediaks Kameraeinstellungen, die träumerische Meerblicke, wunderschöne Landschaften und großartige Lichteffekte in den Waldszenen zeigten. Da kommt bei mir wieder richtiges Sommer- und Reisefeeling auf. Hightlight des Films ist der kurze Auftritt von Ray Liotta (Hubie Halloween) der im Grunde immer ein Highlight ist, zumindest für mich.
Leider schleppt sich die Handlung von „Charlie St. Cloud“ ein wenig dahin, das ganze wird quasi nicht sehr ruhig erzählt, sondern eventuell zu sehr in die Länge gezogen. Er fängt stark an und flaut im mittleren Teil dann ziemlich stark ab. Allerdings kann der Streifen am Ende wieder ordentlich Fahrt aufnehmen und reißt den/die Zuschauer/in regelrecht in einen spannenden Showdown.

FAZIT:
Charlie St. Cloud“ ist kein Meilenstein in der Filmgeschichte, kann aber mal einen Abend füllen. Der Autor selbst scheint zumindest mit dem Film zufrieden zu sein und auch ich fand ihn ganz ordentlich, dafür dass es doch Abwandlungen des Buches gab. Immerhin haben die Filmschaffenden es geschafft, den Streifen tiefgründig erscheinen zu lassen, können beim Publikum Tränen hervorzaubern und an sich kann er auch gut unterhalten. Der deutsche Titel ist aber immer noch Mist.

FUN FACT:
Zac Efron lernte für den Film extra professionelles Segeln.


TRAILER: ©Universal Pictures Germany

Ein Kommentar zu „Filmrezension: Charlie St. Cloud

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