Filmrezension: Bad Neighbors

Bad Neighbors„, Flachwitz-Komödie, die durchaus Spaß machen kann.

INHALT:
Bad Neighbors“ ist eine Komödie von Nicholas Stoller mit Seth Rogen, Zac Efron, Rose Byrne und Dave Franco.

Das Ehepaar Mac (Seth Rogen) und Kelly Radner (Rose Byrne) lebt mit ihrer neugeborenen Tochter Stella in einem kleinen, ruhigen Städtchen. Alles ist ruhig und perfekt in ihrem Leben, auch wenn jetzt der Sex zur kurz kommt oder sie zu müde sind um Freunde zu besuchen. Die Ruhe löst sich jedoch schlagartig auf, als im Nachbarhaus eine Horde Studenten einzieht und ihre Studentenverbindung dort unterbringt. Die Bedenken, die Mac und Kelly dabei haben bleiben nicht unbegründet, denn es folgen reihenweise laute Partys. Zunächst scheint der Kopf der Verbindung Teddy (Zac Efron) mit sich reden zu lassen, er bittet das Paar lediglich, nicht die Polizei zu rufen. Als es am nächsten Abend wieder eskaliert und Mac nun doch die Polizei anruft, kommt es zu einem unerbittlicher Kampf um zurückkehrende Ruhe. Wie weit werden beide Parteien gehen um den Kampf zu gewinnen?

MEINUNG:
Ich bin immer noch wegen der Reihenfolge irritiert, weil ich dachte, dass „We Are Your Friends“ eher erschienen ist. Aber gut, nun widmet sich die heutige Sonntags-Rezension „Bad Neighbors„, ein Film, den ich von Anfang an boykottiert hatte. Warum? Ich habe mit Komödien solcher Art nur schlechte Erfahrungen gemacht. Vor allem „Hangover“ hat mich da gezeichnet und „Due Date“ konnte mich da auch nicht sonderlich begeistern. Aber man möchte Filmen, in denen der Lieblingsdarsteller mitspielt eine Chance geben, also sah ich mir zumindest den Trailer an. Der gefiel mir nicht, ich wusste dann schon, was auf mich zukam, nämlich genau so ein Humor wie in oben genannten Komödien und noch dazu müsste ich mich wahrscheinlich dauernd über die Studenten ärgern, die keinen Anstand haben. Jahre später gab ich „Bad Neighbors“ doch mal eine Chance und ich mochte ihn nicht. Es war genau was ich erwartet hatte.
Später gab ich Filmen wie „Bad Moms„, „Let’s be Cops“ oder „Bad Teacher“ eine Chance mich zum Lachen zu bringen und tatsächlich schaffte das „Bad Moms„, bei dem ich sogar herzhaft lachen musste. Die anderen gar nicht oder nur mäßig. Auch mit den Komödien mit Melissa McCarthy werde ich langsam warm. Als „Mike and Dave need Wedding Dates“ in dem ebenfalls Zac mitspielt auf Netflix aufploppte, schaute ich auch diesen und er gefiel mir nicht, jedoch gehört er mittlerweile zu meinen Lieblingen für leichte Kost. Ich weiß nicht was passiert war, aber ich kann mich mittlerweile diesem Humor und dieser Art von Film öffnen. Wenn man keine großen Erwartungen hat und im Grund weiß, was auf einen zukommt, kann man darüber sogar lachen. Dann gab ich „Bad Neighbors“ auch noch einmal eine Chance, noch bevor ich die Werkschau startete und tatsächlich habe ich mich köstlich amüsiert. Besonders die Szene mit den Airbags ließ mich nicht mehr aufhören zu lachen.
Natürlich nerven die Studenten, aber die wollen nur ihre Zeit auf der Uni genießen und Party machen. Leider eben ohne Rücksicht auf Verluste. Der eigentliche Punkt bei der Komödie ist der, dass Teddy (Zac Efron) völlig unzufrieden ist und alles viel zu ernst nimmt. Deswegen fängt er auch an Mac (Seth Rogen) und seine Frau zu terrorisieren. Die anderen ziehen natürlich mit, weil Teddy für sie der Anführer und so eine Art „Gott“ in der Studentenwelt ist. Interessant, wenn man betrachtet, dass Teddy ein guter Redner ist und Menschen motivieren kann, in seinem Leben selbst aber nichts auf die Reihe bekommt. Aber solche Menschen gab es schon immer und wird es immer geben. Das kenne ich auch noch aus der Schulzeit, wenn es die „Coolen“ gab, die schlecht in der Schule waren, aber trotzdem beliebt. Wir alle kennen das und in amerikanischen „High School“ Filmen wird das auch immer so zelebriert. Leider merken die Menschen nicht wie rücksichtslos ihr Verhalten anderen gegenüber ist, jedoch hat Teddy zumindest einen kurzen Moment auf einer Party, als ein Passant durch einen seiner Ausbrüche schwer verletzt wird.
Auf der anderen Seite ist da das Paar, das krampfhaft versucht nicht erwachsen oder spießig zu werden. Mit dem Baby sind die wilden Partys vorbei umso mehr genießen sie es ein bisschen Gras zu rauchen, Pilze zu konsumieren und mit ihren neuen Nachbarn abzufeiern. Sie meine es appelliert die Vernunft, dass die lauten Partys das Baby wecken und ihnen selbst den Schlaf raubt. Aber in der Nacht davor, in der sie mitfeierten schlief Stella ohne Probleme durch, was Kelly (Rose Byrne) mit steter Überprüfung des Babyfons feststellen konnte. Tatsächlich merken die beiden jedoch, wie spießig sie geworden waren und sind vermutlich neidisch, dass sie selbst nicht mehr so feiern dürfen. Lustigerweise sind sie auch die einzigen Nachbarn, die sich beschweren, auch wenn es in der Straße viele Häuser gibt und man in einer Szene auch andere Nachbarn sieht. Aber „Bad Neighbors“ möchte gar nicht logisch oder in irgendeiner Weise tiefgründig sein, sondern einfach nur Spaß machen. Das gelingt ihm zum Teil auch, selbst wenn die Gags ziemlich flach sind. Wenn man sich darauf einlässt, kann man gut unterhalten werden, man darf einfach nicht zu viel erwarten.
Seth Rogen (The Boys) habe ich noch nicht in vielen Rollen gesehen, aber er spielt oft diesen Nerd, der gerne Gras bei sich hat. Rose (Irresistible) passt irgendwie gut hinein und harmoniert mit Seth als Partnerin sehr gut. Ich mag ihre Art zu spielen. Zac (That Awkward Moment) hebt sich hier von seinen bisherigen Rolle ab und mimt in „Bad Neighbors“ den Bad Boy. Auch das kann er gut und glaubhaft. Überraschungsgast für mich war Lisa Kudrow (Friends), die eine bissige Dekanin spielte.

FAZIT:
Bad Neighbors“ übertreibt über alle Maße, aber das ist von den Machern so gewollt. Wer hier Tiefe erwartet, wird hier bitterlich enttäuscht werden. Der Humor muss nicht jedem gefallen, wenn man sich aber darauf einlässt, dass man mit Flachwitzen und blöden Sprüchen überschwemmt wird, kann man hin und wieder sogar lachen. Ich hatte tatsächlich Spaß, auch wenn ich ihm mehrere Chancen einräumen musste. Einfach Hirn ausschalten und Nachbarn beim battlen zusehen.

FUN FACT:
Zac bracht sich in der Kampfszene mit Dave Franco die Hand. Das erzählte er im amerikanischen Frühstücksfernsehen — HIER der kurze Beitrag. Mit ein paar Schrauben und einer Titanium-Platte wurde der Bruch behandelt und dann ging es wieder zurück ans Set um den Film weiter zu drehen.


TRAILER: ©Universal Pictures| KinoCheck

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2 Kommentare zu „Filmrezension: Bad Neighbors

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