Filmrezension: The Irishman

Filmrezension: The Irishman

Dieser Kommentar erscheint im Rahmen der Moviepilot Community-Kommentar Wichtelaktion 2021 und ist ein Wichtelgeschenk an den lieben GlorreicherHalunke. Auch er hatte mir „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ vorgeschlagen, aber den hat letzte Woche ja schon Static bekommen, also musste ich mich für einen anderen Film entscheiden.

The Irishman„, typischer Kriminalfilm mit Überlänge.

INHALT:
The Irishman“ ist ein Kriminalfilm von Martin Scorsese mit Robert De NiroAl Pacino und Joe Pesci.

The Irishman“ spielt in den 50er Jahren und handelt von dem Lastwagenfahrer Frank Sheeran (Robert De Niro), der durch Zufall Russell Bufalino (Joe Pesci), das offizielle Oberhaupt der heute nach ihm benannten Bufalino-Familie, kennen lernt. Die Familie war als Pittston Crime Family und als Scranton Wilkes-Barre Family bekannt. Frank (Robert De Niro) klettert schnell die Karriereleiter als Auftragskiller hoch und beginnt auch für Jimmy Hoffa (Al Pacino) zu arbeiten. Hoffa war ein US-amerikanischer Gewerkschaftsführer mit Verbindungen zur amerikanischen Cosa Nostra. Außerdem der Präsident der Teamsters-Gewerkschaft und bekannt als „Herr der Lastkraftwagen“. Die beiden entwickeln eine tiefe Freundschaft und so wird Frank (Robert De Niro) schnell Hoffas (Al Pacino) persönlicher Leibwächter.

MEINUNG:
The Irishman“ ist wahrscheinlich wegen der drei Herren Robert De NiroAl Pacino und Joe Pesci auf meiner Netflix-Watchlist gelandet. Offiziell vorgemerkt hatte ich ihn nicht, was wohl auch an dem Genre liegt, aus diesem „The Irishman“ stammt. Offiziell als Kriminalfilm gelistet, erhielt „The Irishman“ doch eine Chance, von mir gesichtet zu werden, außerdem beruht er auf wahren Begebenheiten, die ich erforschen wollte. Doch konnte der Film bei mir leider gar nicht punkten, ist er doch wieder nur ein typischer Gangster-Mafia-Film mit Überlänge. Als ich las, dass „The Irishman“ eine stolze Laufzeit von 209 Minuten hat, wollte ich schon die Flinte ins Korn werfen. Möglicherweise habe ich dem Film von vornherein keine Chance geben wollen, aber ich weiß mittlerweile, was mich aus dem Genre erwartet. Ich wurde nicht enttäuscht, als ich 3,5 Stunden Langeweile aufgetischt bekam. Ich halte Martin Scorsese für einen großartigen Regisseur, möglicherweise lag es auch an Steven Zaillians Drehbuch, das überhaupt keinerlei Spannung aufkommen ließ. „The Irishman“ hangelt sich von einem Ereignis zum nächsten ohne große Höhepunkte. Während Al Pacino sich um Kopf und Kragen spielt schlafen Robert De Niro und Joe Pesci beinahe ein. Wobei es mich wirklich freute, dass ich Pesci mal wieder in Action erleben durfte. Früher fand ich ihn aber agiler und engagierter. Klar er ist älter und vielleicht ging das aus seiner Rolle hervor, aber er wirkte irgendwie lustlos. Seit Robert De Niro sich den Klamaukfilmen verschrieben hat, wirkt er auf mich eh nicht mehr wirklich ernsthaft. Privat ist er aber auch nicht so ernst, wie ich in Interviews zum Film „Dirty Grandpa“ mit Zac Efron sah. De Niro scheint ein witziger Zeitgenosse zu sein.

https://atomic-temporary-80804234.wpcomstaging.com/2021/06/27/filmrezension-dirty-grandpa/

Wirklich großartig fand ich Ray Romano, dessen Rollen ich bisher immer als sehr nervtötend empfand. In „The Irishman“ spielt er den knallharten Rechtsanwalt und Cousin von Russell Bufalino (Joe Pesci) und konnte mich zum ersten Mal richtig überzeugen. Was der Soundtrack von „The Irishman“ zu bieten hat, kann ich leider gar nicht wirklich sagen, da davon gar nichts hängen geblieben ist. Was mir jedoch gut gefiel, war das Setting und auch das Kostümdesign. Auch wenn die Protagonisten meistens Anzüge trugen, waren doch auch andere Kleidungsstücke zu sehen, besonders die Stile von Robert De Niro und Joe Pesci konnten mich begeistern. Die weiblichen Rollen blieben allesamt sehr blass, galten eher als Randnotiz in Martin Scorseses Gangsterfilm. Anna Paquin konnte ein paar Minuten wirklich glänzen und holte das Beste aus einer Szene heraus.

FAZIT:
The Irishman“ ist typisch für sein Genre, lang, langatmig und ohne Höhepunkte. Lustlos schlängeln sich die Hauptdarsteller:innen durch den Film, dessen Plot kaum Spannung beim Publikum erzeugen kann.


TRAILER: ©Netflix

Ich wünsche dir einen schönen 3. Advent! 


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Eine Antwort zu “Filmrezension: The Irishman”

  1. Ganz vergessen, dass ich hier noch kommentieren wollte 😀
    Ich fand den Film großartig, eben weil er nicht typisch für sein Genre ist und das von einem Mann, der das Genre mitgeprägt hat. Scorsese schafft es hier auf seine alten Tage das Genre nochmal weiterzuentwickeln und das nicht nur technisch. Grade die letzte Stunde ist quasi ein Abgesang auf all seine alten Gangster-Filme und er dekonstruiert sein „eigenes“ Genre so wunderbar und räumt mit jedem Klischee auf z.B. spielen Pacino und Pesci genau ihre gegensätzlichen Rollen wie früher. Zurecht waren beide für den Oscar nominiert.

    „dessen Plot kaum Spannung beim Publikum erzeugen kann“ – Sprich da für dich, ich als einer vom Publikum kam kaum aus der Gänsehaut wieder raus 😀

    Gefällt mir

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